HTC: Vorläufiger Quartalsbericht zeigt weiterhin Verluste, Besserung jedoch in Sicht

Tuan Le 20

Obwohl HTC zweifelsohne sehr gute Smartphones herstellt, scheint die wirtschaftliche Talfahrt nicht abreißen zu wollen. Bei den vergangenen Quartalsberichten wurden bereits Verluste in Millionenhöhe verzeichnet, und auch dem aktuellen Bericht für das 1. Quartal 2014 zufolge lassen sich wieder einmal hohe Betriebsverluste verzeichnen. Doch es ist auch ein Hoffnungsschimmer zu erkennen – allen voran durch den neuen Hoffnungsträger des Unternehmens, das HTC One (M8).

HTC: Vorläufiger Quartalsbericht zeigt weiterhin Verluste, Besserung jedoch in Sicht

Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich noch nicht um die finale Auswertung des vergangenen Quartals, aber die Zahlen sprechen ohnehin eine ziemlich eindeutige Sprache - selbst der beste Wirtschaftsstatistiker dürfte Probleme haben, die von HTC veröffentlichten Rohdaten schön zu reden. Obwohl der Konzern im vergangenen Jahr bereits recht bescheidene Umsätze in Höhe von 1,12 bis 1,18 Milliarden US-Dollar für das erste Quartal 2014 vorhergesagt hatte, blieben diese mit 1,09 Milliarden US-Dollar noch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im vierten Quartal 2013 konnte HTC immerhin noch 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz verbuchen. Dabei wurden 265 Millionen US-Dollar alleine durch den Verkauf von Beats Audio erzielt, womit HTC im vorigen Quartal insgesamt 10,3 Millionen US-Dollar Profit machen konnte. Ohne den Verkauf von Beats Audio hätte HTC auch im vierten Quartal 2013 lediglich einen Umsatz von 1,13 Milliarden US-Dollar sowie 52,7 Millionen US-Dollar Betriebsverlust gemacht.

In diesem Quartal sind es sogar 62 Millionen US-Dollar Betriebsverlust, womit das Unternehmen streng genommen schon im dritten Quartal in Folge eine negative Bilanz vorweist. So ganz abschreiben muss man die Taiwaner aber noch nicht: Aktuell zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend beim Aktienkurs von HTC mit einer Steigerung von 3,6 Prozent unmittelbar vor der Veröffentlichung des vorläufigen Quartalsberichtes, sowie in diesem Jahr insgesamt bereits um 13 Prozent. Auch bei den Verkaufseinnahmen sei im März ein Anstieg um 2,2 Prozent auf etwa 0,53 Milliarden US-Dollar verzeichnet worden – laut Bloomberg die erste monatliche Umsatzsteigerung überhaupt seit Oktober 2011. Hauptsächlich ist das HTC One (M8) wohl als Ursache für den Aufschwung zu nennen, obwohl ein Großteil der Einnahmen durch die Verkäufe des Flaggschiffes noch nicht in den aktuellen Quartalsbericht einfließt.

HTC-Quartalsbericht-2014-Q1-statistik

Das Unternehmen selbst gab sich im Statement zu dem Quartalsbericht zuversichtlich, mit dem HTC One (M8) sowie einer Reihe von Mid-Range-Devices wie dem Desire 610 (Hands-On) und dem Phablet Desire 816 (Hands-On) in diesem Jahr das Ruder doch noch herumreißen zu können. Ähnliches wurde allerdings auch schon über das HTC One (M7,Test) im vergangenen Jahr gesagt, welches HTC damals nicht den erhofften Durchbruch verschaffte. Beim Vorgänger seien unter anderem Lieferengpässe durch Probleme in der Produktion und einen Mangel an Komponenten schädigend für die Verkäufe gewesen, so zumindest die Analysten von Bloomberg. Diese prognostizieren darüber hinaus für das zweite Quartal 2014 bei HTC tatsächlich wieder eine positive Bilanz, auch wenn die Umsätze 20 Prozent niedriger sein sollen als im gleichen Quartal vergangenen Jahres. Es bleibt nur zu hoffen, dass HTC es endlich aus der wirtschaftlichen Krise schafft und uns der einzige Hersteller von Androiden im Aluminium-Unibody auch in Zukunft erhalten bleibt.

Was sagt ihr zu den Finanzen im Hause HTC? Woran hapert es bei dem Unternehmen eurer Meinung nach? Sagt es uns in den Kommentaren.

Quelle: Bloomberg, HTC [via gsmarena]

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