Krise bei HTC: Unternehmen streicht 1.000 Stellen

Amir Tamannai

Es scheint zu kriseln beim taiwanischen Smartphone-Hersteller HTC: Nach Verlusten muss das Unternehmen Berichten der digitimes zufolge 1.000 Stellen abbauen und ganze Entwicklungsabteilungen schließen. HTC wiegelt derweil ab und erklärt die Maßnahmen als saisonal und durch neue regulatorische Auflagen begründet.

Zum wiederholten Male musste HTC jüngst Gewinnrückgänge vermelden, nun scheinen diese erste Konsequenzen zu haben: Das Unternehmen baut rund 1.000 Arbeitsplätze ab und hat die Verträge von 600 Mitarbeitern nicht verlängert. Überdies wurde eine Entwicklungsabteilung in North Carolina geschlossen und verschiedene Büros in Brasilien aufgelöst.

HTC selbst gab gegenüber der taiwanischen digitimes zu Protokoll, dass es sich dabei um rein saisonale Maßnahmen handle und das man neuen regulatorische Auflagen nachkommen müsse.

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Bereits vor ein paar Tagen hatte das Unternehmen rund ein Viertel seiner Anteile an der Beats Electronics-Marke zurückgegeben, deren Technologie bis vor kurzem noch integraler Bestandteil vieler HTC-Smartphones war.

Im vergangenen Jahr hatte HTC im Bereich der Smartphones vor allem durch ein zu breit aufgefächertes Portfolio Probleme mit dem Absatz seiner Geräte gehabt; für 2012 gelobte man Besserung und schien Anfang des Jahres mit der sehr guten One-Serie auch auf dem richtigen Weg. Zuletzt stand HTC bei uns in der Kritik, weil man das zunächst versprochene ICS-Update für das Desire HD nach Hin und Her doch wieder gestrichen hatte – eine Petition verärgerter User war die Folge.

Wir hoffen dennoch, dass HTC etwaige Probleme in den Griff bekommt – es wäre wirklich schade, wenn sich einer der Big Player der Android-Welt, der uns zuletzt vor allem mit dem One X, aber auch dem One S gute bis hervorragende Smartphones gebracht hat, aufgeben müsste. Schließlich war HTC auch der Hersteller des ersten Android-Smartphones überhaupt, des G1 und hält damit einen wichtigen Platz in der Android-Historie inne.

Wie seht ihr das – steht HTC am Abgrund? Und wäre das ein Verlust für die Smartphone- respektive die Android-Welt?

digitimes [via heise]

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