Nextbit: Ex-Googler und HTC One-Designer stellen am 1. September neues Smartphone vor

Tuan Le 6

Das Start-Up Nextbit sagt den alteingesessenen Smartphone-Herstellern den Kampf an: Am 1. September will man ein Gerät vorstellen, das aus der Masse der Mitbewerber herausstechen soll. Unter anderem setzt man dafür auf die Unterstützung von Google-Ingenieuren wie Tom Moss und Mike Chan sowie den für das Design des HTC One (M7) und One M8 verantwortlichen Designer Scott Croyle.

Nextbit: Ex-Googler und HTC One-Designer stellen am 1. September neues Smartphone vor

Es ist gewissermaßen schon als mutig zu bezeichnen, wenn ein Start-Up sich auf dem aktuellen mobilen Markt daran versucht, ein neues Android-Smartphone auf den Markt zu bringen. Während hier in der jüngeren Vergangenheit unter anderem bei OnePlus durchaus auch Erfolgsgeschichten geschrieben worden sind, macht die starke Konkurrenz in Form alteingesessener Smartphone-Hersteller ebenso wie zahlreicher aufstrebender Unternehmen wie eben OnePlus oder Xiaomi es schwer, für Neueinsteiger Fuß zu fassen. Das Start-Up Nextbit, das sich noch im vergangenen Jahr eigentlich primär der Software-Entwicklung in Zusammenarbeit mit Cyanogen widmete, wagt den Sprung dennoch: Das unter anderem aus den Google-Veteranen Tom Moss und Mike Chan sowie dem ehemaligen HTC Design-Chef Scott Croyle bestehende Team will am 1. September ein neues Smartphone vorstellen, was den Angaben von Moss zufolge „friggin awesome“ (auf gut deutsch: ziemlich geil) sein soll.

Nextbit: Smartphone wird im Laufe der Zeit besser

Die meisten Smartphones sind im Grunde genommen schon wenige Monate nach ihrem Release nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik, doch das Nextbit-Smartphone soll im Laufe der Zeit gar besser werden. Am Altern der Hardware kann das Start-Up natürlich auch nicht viel ändern, die Software soll aber durch spezielle Software-Anpassungen nach und nach eine immer bessere Performance bieten. Vor allem soll auch das Problem des mangelnden Speicherplatzes angegangen werden, indem das Smartphone eine noch engere Verknüpfung zur Cloud pflegt. Nicht nur Bilder und Videos sollen ausgelagert werden, sondern auch Apps und die dazugehörigen Daten.

Ebenfalls mit an Bord sein dürfte das Feature „Baton“ sein, das ursprünglich für die CyanogenMod entwickelt wurde: Dadurch können Appzustände von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden, sodass beispielsweise angefangene SMS-Nachrichten unmittelbar auf einem anderen, synchronisierten Gerät weitergetippt und versendet werden können. Wenngleich zahlreiche Optimierungen am Android OS vorgenommen werden, soll es sich bei dem zum Einsatz kommenden System nicht um einen Fork wie beispielsweise bei Amazons Fire OS handeln – der Zugriff auf die Google-Dienste bleibt demnach weiterhin erhalten.

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Kein Metall, dennoch ein Premium-Smartphone

Obwohl der im vergangenen Jahr von Nextbit eingestellte Designer Scott Croyle, ehemaliger HTC Chef-Designer und Verantwortlicher für die Optik des HTC One M7 und M8, als einer der Pioniere in Sachen Smartphones mit Metallgehäuse gilt, wird das Smartphone von Nextbit vermutlich keinen Aluminium-Unibody besitzen. Im Interview deutete das Start-Up an, dass Smartphones mit einem Metallgehäuse mittlerweile nichts mehr besonderes sind, dennoch wolle man ein Smartphone der Premiumklasse im Preisbereich zwischen 300 und 400 US-Dollar auf den Markt bringen.

Der – gemessen an dem Anspruch ein High End-Smartphone auf den Markt bringen zu wollen - niedrige Preis wird wohl unter anderem dadurch erreicht werden, dass man auf umfassende Werbekampagnen verzichtet und sich stattdessen auf die direkte Vermarktung an den Kunden über das Internet und soziale Netzwerke konzentriert. Am 1. September wird das Geheimnis um das Nextbit-Smartphone gelüftet werden, wir werden auch auf dem Laufenden halten und berichten, sobald neue Details an die Öffentlichkeit gelangen.

Quelle: CNET via engadget, Android Authority

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