Nur eine Million verkaufte Exemplare: Entwickelt sich das HTC 10 zum Flop?

Thomas Lumesberger 18

Der taiwanische Hersteller HTC steckt in einer Krise, die das neue Flaggschiff HTC 10 hätte beenden sollen. Verkaufsanalysen von Trendforce zufolge wird der Konzern von seinem 2016er Spitzenmodell aber lediglich eine Million Einheiten bis Ende des Jahres verkaufen können, was deutlich zu wenig ist.

Nur eine Million verkaufte Exemplare: Entwickelt sich das HTC 10 zum Flop?

Das HTC 10 ist ein wirklich gutes Gerät und hat viele Stärken. Welche genau? In unserem HTC-10-Test erfahrt ihr mehr. Leider scheint der Konzern aber marketingtechnisch wieder nicht die richtige Strategie gewählt zu haben, denn der große Ansturm auf das Gerät blieb bislang aus. Und Besserung ist nicht in Sicht – denn laut einem Bericht der Marktanalysten von Trendforce werden die Taiwaner dieses Jahr nur eine Million HTC-10-Smartphones verkaufen.

Dazu kommt noch erschwerend hinzu, dass der Smartphone-Markt allmählich gesättigt ist und allgemein das Volumen schrumpft. Damit wird die Anzahl der verkauften HTC-Geräte vermutlich auf 14 Millionen Smartphones und somit um 27 Prozent fallen. Ob die angeblichen Nexus-Phones von HTC, das Nexus M1 und Nexus S1, die Verkaufszahlen des Konzern in die Höhe treiben können, wird die Zeit zeigen.

Die gesamte Lage schlägt sich natürlich auch in den Umsatz und Quartalszahlen nieder, die letztes Quartal heftig nach unten gestürzt sind. Um 64 Prozent ging der Umsatz im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr zurück. Damit schrieb HTC zum vierten Quartal in Folge rote Zahlen.

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VR-Brille HTC Vive als Rettung?

Auf der anderen Seite scheint aber mit der VR-Plattform, genauer gesagt mit der HTC Vive, ein wirklich erfolgreiches Produkt mit viel Potenzial zu stehen. Die HTC Vive wurde in Zusammenarbeit mit Valve entwickelt. Das Problem daran ist jedoch, dass HTC offenbar nahezu nichts von der darin enthaltenen Technologie gehört, wie Ars Technica berichtet. Das taiwanische Unternehmen scheint also nur der Hersteller für die VR-Brille zu sein. Valve hat auch schon kundgetan, dass man die Technologie künftig auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen möchte – auch in dieser Hinsicht sieht es also nicht allzu rosig aus, sollte HTC nicht bald etwas einfallen.

Quelle: Trendforce, Ars Technica  via: Neowin

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