Traditionshersteller vor dem Aus: Müssen wir auf diese Smartphones bald verzichten?

Simon Stich 8

Der Patient liegt im Koma und eine Besserung ist nicht in Sicht. Bei einem der bekanntesten Smartphone-Hersteller dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Produktion endgültig eingestellt wird. Was ist da nur passiert?

Traditionshersteller vor dem Aus: Müssen wir auf diese Smartphones bald verzichten?
Bildquelle: GIGA.

HTC: Schlechtestes Ergebnis seit 15 Jahren

Es ist fast schon zu einer Tradition geworden: Wenn HTC neue Zahlen bekannt gibt, wird ein Negativrekord eingestellt. So ist es auch in diesem Fall. Der taiwanesische Konzern hat im vergangenen Monat weltweit nur noch einen Umsatz von gerade 40,7 Millionen US-Dollar erwirtschaften können. Im Vormonat August waren es noch knapp fünf Millionen US-Dollar mehr. Der Absturz des stolzen Herstellers wird noch deutlicher im Vorjahresvergleich, hier ist der Umsatz um satte 80,7 Prozent eingebrochen. Mit den jetzt veröffentlichten Umsatzzahlen hat HTC das schlechteste Ergebnis seit nunmehr 15 Jahren eingefahren. Es sieht nicht so aus, als dass HTC das Ruder in den nächsten Monaten noch herumreißen könnte. 2019 könnte dann folglich das schlechteste Ergebnis seit 16 Jahren präsentiert werden – falls die Smartphone-Produktion bis dahin überhaupt noch fortgeführt wird.

Interessanterweise sind es wohl nicht immer die Smartphones selbst, die zum Niedergang des Konzerns beitragen. Die Handys der U-Reihe kommen nicht nur bei uns in der Regel gut weg, auch wenn manche Schwäche nicht wegzudiskutieren ist, wie zum Beispiel beim HTC U12 Plus. Bei Fans ist die Meldung, dass die Produktion des HTC U12 Life an ein anderes Unternehmen ausgegliedert wird, auch nicht gerade gut angekommen.

Was wir von dem Mittelklasse-Smartphone HTC U12 Life halten, seht ihr im Hands-On-Video:

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HTC: Mitarbeiter werden entlassen

Der aktuelle Jahresumsatz von HTC liegt derzeit noch bei rund 634 Millionen US-Dollar. Der Jahresumsatz des vergangenen Jahres von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar wird aller Voraussicht nach deutlich unterschritten werden. HTC hatte bereits im Sommer reagiert und 1.500 Mitarbeiter entlassen, was rund 22 Prozent der Belegschaft entspricht. Weitere Mitarbeiter aus der Produktion werden nun gehen müssen beziehungsweise haben ihre Kündigung schon vor Wochen erhalten.

Schon im Februar verließ der Chef der Smartphone-Sparte das Unternehmen. Ein Nachfolger wurde gar nicht erst ernannt – stattdessen legte man das Smartphone- und Virtual-Reality-Geschäft zusammen. Auch im Bereich der Virtual Reality vermeldet HTC einen Rückgang des Umsatzes.

Sollte HTC wirklich in nächster Zeit die Segel streichen, wäre es immerhin nicht das vollständige Ende von HTC-Technik in Smartphones. Ende 2017 wurden für 1,1 Milliarden US-Dollar Patente mitsamt Angestellten an Google verkauft, darunter auch das für die Entwicklung der Pixel-Smartphones verantwortliche Team. So lebt HTC auch im kommenden Google Pixel 3 weiter.

Quelle: WinFuture

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