HTC 10, One M9 und Co. im Speichervergleich: So gefräßig ist Sense wirklich

Philipp Gombert 7

System und Bloatware beanspruchen ab Werk einen beachtlichen Teil des Gesamtspeichers. Im heutigen Teil unserer Reihe geht es um HTC — Smartphones des Herstellers kommen in der Regel mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Sense. Folge: Dem Nutzer bleibt verhältnismäßig wenig Speicher.

HTC 10, One M9 und Co. im Speichervergleich: So gefräßig ist Sense wirklich
Speicher-Special von GIGA ANDROID: In unserem Speicher-Special geben wir in mehreren Artikeln jeweils den verfügbaren Speicher verschiedener Smartphones eines Herstellers an. System und Bloatware nehmen ab Werk einen erheblichen Teil des Gesamtspeichers ein. Dabei sind die Werte von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Auf den ersten Blick erinnert HTC hinsichtlich der Speicherpolitik an Sony. Seit Jahren verfolgt das Unternehmen eine Strategie: Die verschiedenen Smartphones kommen in der Regel in nur einer Speicherausführung, dafür gibt es stets einen microSD-Kartenslot. Neuere Geräte wie das HTC 10 und One M9 unterstützen sogar Speichererweiterungen bis zu 2 TB — damit sollten selbst Heavy-Nutzer gut bedient sein.

Günstigere Smartphones kommen dabei meist mit einem internen Speicher von 8 GB, ältere Flaggschiff-Geräte sind in der Regel mit 16 GB ausgestattet. Dem One M9 — der Prime Camera Edition ausgeschlossen — und HTC 10 spendiert der Hersteller schließlich 32 GB. Bei den hohen Preisen besagter High-End-Smartphones wohl das Mindeste, zumal Anwendungen zunehmend größer werden und eine microSD-Karte je nach Kapazität zusätzlich deutlich zu Buche schlägt.

HTC Sense extrem speicherhungrig

Da kann selbst TouchWiz nicht mithalten: Während Samsungs Benutzeroberfläche samt Bloatware und OS (zumindest in den 32-GB-Ausführungen) in der Regel rund 7 GB beansprucht, sind es bei vergleichbaren Geräten von HTC — dem neuesten Flaggschiff 10 und One M9 — durchschnittlich 10 GB in absoluten Zahlen. HTC verzichtet mit Sense 8 auf eigene Ausführungen verschiedener Anwendungen und setzt vollständig auf das App-Portfolio von Google: Kalender, Mail und Co. sind nicht doppelt vorzufinden. Im Vergleich zum One M9 konnten beim HTC 10 dadurch 2 GB mehr freigeschaufelt werden – dennoch ist der belegte Speicher mit 9 GB weiterhin relativ groß.

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Früher war alles besser

Und gleich darauf die zweite Überraschung: Als Kalender und Co. noch zweifach vorhanden waren, wurde wesentlich weniger Speicher beansprucht. Ältere One-Geräte geben rund 6 GB an System und Bloatware ab. Desire-Smartphones legen noch einen drauf, denn hier sind es teils sogar nur 3 oder 4 GB. Grundsätzlich wird der beanspruchte Speicher mit neueren Geräten immer größer.

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HTC Sense bringt im Vergleich zu Stock-Android einige Veränderungen mit sich. Ohne die Oberfläche wäre ein HTC-Smartphone kein HTC-Smartphone. Vermutlich entscheiden sich manche Anhänger des Unternehmens gerade aufgrund der Software für ein Gerät der Taiwaner. Dabei muss man jedoch oftmals auf einen erheblichen Teil des Gesamtspeichers verzichten.

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf die verfügbaren Speichermengen ab Werk für ungebrandete Geräte — Abweichungen durch Updates sind möglich. 

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