HTC One: Ein Rückblick auf drei Flaggschiff-Generationen

Kaan Gürayer 3

Nach Monaten voller Gerüchte und Teaser ist es morgen soweit und HTCs neues Spitzenmodell feiert endlich seine Premiere. Vom Namen „One“ werden sich die Taiwaner ganz offensichtlich trennen und ihr neues Vorzeige-Smartphone schlicht HTC 10 nennen. Grund genug für uns, einen Gang herauszunehmen und uns an die letzten drei Generationen der „One“-Serie zu erinnern. 

HTC One (M7): Neue Maßstäbe in Verarbeitungsqualität und Optik

HTC One (M7): Aktuell für nur 259 Euro erhältlich [Deal, Update] Bild

Den Anfang hat vor mehr als drei Jahren das HTC One (M7) gemacht. Am 19. Februar 2013 stellte HTC das 4,7-Zoll-Smartphone auf einem Event in New York vor. In einer Zeit, in der die meisten Android-Smartphones auf ein Kunststoffgehäuse gesetzt haben, setzte das One (M7) für die Android-Welt neue Maßstäbe in Sachen Verarbeitungsqualität und Optik. Erstmals musste ein Androide nicht mehr den Vergleich mit dem iPhone scheuen. Mehr noch: Für viele Nutzer ist das Gerät mit seinem schicken Unibody-Gehäuse aus Metall zu einem zeitlosen Design-Klassiker avanciert. Zu den weiteren Highlights des One M7 zählten außerdem ein knack-scharfes Full HD-Display, die „BoomSound“ genannten Stereo-Lautsprecher an der Front und die 4 UltraPixel-Kamera auf der Rückseite. Letztgenannte konnte jedoch nicht mit der Konkurrenz mithalten – ein Umstand, der sich bis heute durch HTCs Flaggschiffe zieht.

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HTC One M8: Ein achtbarer Erfolg

HTC One (M8): Dual SIM-Variante des Smartphones für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgestellt Bild

Abgelöst wurde das One (M7) am 24 März 2014 durch das One M8. Der Nachfolger präsentierte sich in vielerlei Hinsicht als „Feinjustierung“, die auf die Stärken des One (M7) aufbaut und konsequent weiterführt. Das Metallgehäuse blieb, wurde dafür aber auf Hochglanz poliert. Im Vergleich zum Vorgänger wirkte die Optik des One M8 abgerundeter, fast schon feminin. Das Display wurde minimal auf 5 Zoll vergrößert. Trotz des Zuwachses von lediglich 0,3 Zoll legte das Smartphone jedoch ordentlich in den Abmessungen zu: Von 137,4 mm beim One (M7) auf stolze 146,4 mm beim One M8. Kurzum: Für ein 5-Zoll-Smartphone hatten Nutzer des One M8 einen echten „Brocken“ in der Hand. Die voluminösen Ausmaße taten dem Erfolg des Geräts aber keinen Abbruch, denn für die HTC-Verhältnisse verkaufte sich das One M8 durchaus anständig.

Das dürfte auch an der verbauten Hardware gelegen haben, die 2014 auf der Höhe der Zeit war: Das Super LCD 3-Display konnte mit einer Full HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln aufwarten, im Inneren des Geräts werkelte zudem der schnelle Snapdragon 801-SoC von Qualcomm im Verbund mit 2 GB RAM. Bei der Kamera ging der Hersteller erneut neue Wege und spendierte dem One M8 eine sogenannte „Duo-Kamera“, die dank eines zweiten Sensors unter anderem ermöglichte, den Fokus bei aufgenommenen Bildern nachträglich zu ändern. Was sich in der Theorie vielleicht als innovative Idee anhört, hat in der Praxis aber versagt. Mit den Kameras des Galaxy S5 und LG G3, zu jenem Zeitpunkt die Hauptkonkurrenten des One M8, konnte es die Duo-Kamera nicht aufnehmen. Kuriosum am Rande: Vom One M8 gab es auch eine Version mit Windows Phone.

HTC One M9: Der Totalausfall

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Das (wohl) letzte Kapitel der „One“-Serie hat HTC am 1. März 2015 aufgeschlagen, als das Unternehmen im Rahmen des MWC 2015 das One M9 vorgestellt hat. HTCs letztjähriges Topmodell hat sich, man muss es so deutlich sagen, als kompletter Totalausfall entpuppt und konnte weder Fachpresse noch Käufer überzeugen. Mit dem nunmehr dritten Design-Aufguss der „One“-Serie konnte HTC niemanden begeistern – zumal Samsung mit dem Galaxy S6 erstmals ebenfalls ein formschönes Smartphone mit einem hochwertigen Gehäuse aus Glas und Metall im Angebot hatte. Darüber hinaus hatte das Smartphone aufgrund des Snapdragon 810-Chipsatzes mit starken Überhitzungsproblemen zu kämpfen, die der Hersteller erst nach mehreren Softwareupdates durch Drosselung des Prozessors in den Griff bekommen hat.

Zum dritten Mal in Folge enttäuschte außerdem die Kamera – angesichts der Tatsache, dass das Galaxy S6 und LG G4 im vergangenen Jahr die Smartphone-Fotografie auf ein ganz neues Niveau gehoben haben, war der neuerliche Reinfall in Sachen Kamera besonders tragisch. In Folge hatte das taiwanische Unternehmen mit sinkenden Verkaufszahlen und fallenden Marktanteilen zu kämpfen, die im August ihren Höhepunkt erreichten, als HTC an der Börse faktisch nichts mehr Wert war.

HTC 10: Die Rettung?

Nun ruhen die Hoffnungen des taumelnden Konzerns auf dem HTC 10. In den vergangenen Wochen hat der Hersteller die Erwartungshaltung mit mehreren Teasern ständig befeuert. So soll das HTC 10 die „beste Smartphone-Kamera aller Zeiten“ besitzen, mit einem „kristallklaren Sound“ und High-Res Audio punkten oder auch mit dem „schnellsten und flüssigsten“ Android aufwarten können.

Wir sind gespannt, ob HTC die Versprechungen auch wird einhalten können. Morgen wissen wir mehr.

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Video: HTC One M9 im Test

HTC One M9: Test.

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