Emotionale Intelligenz: Huaweis Assistent möchte uns besser verstehen

Simon Stich

Huawei will die emotionale Revolution: Der digitale Assistent des Unternehmens soll in Zukunft nicht mehr einfach nur Befehle ausführen, sondern den Gemütszustand des Benutzers herauslesen.

Emotionale Intelligenz: Huaweis Assistent möchte uns besser verstehen
Bildquelle: GIGA.

Huaweis „HiAssistant“ soll emotionaler werden

Virtuelle Assistenten sind bislang nicht gerade bekannt dafür, ein Übermaß an Empathie zu besitzen. Egal wo und wann sie etwas gefragt werden, die Roboterstimme bleibt immer gleich. Wenn es nach Huawei geht, soll sich das bald ändern. Der „HiAssistant“ soll den Gemütszustand des Besitzers erkennen und entsprechend reagieren. Wie das genau funktionieren könnte, hat Huawei noch nicht verraten. Die Gefühlslage könnte über eine Gesichtserkennung gelesen werden – doch wie der Assistent dann unter welchen Umständen anders antwortet, wurde noch nicht erklärt.

Bislang gibt es Huaweis Assistenten nur in China, dort wird er aber nach Angaben des Konzerns bereits von 110 Millionen Usern täglich genutzt. Der Vizepräsident für Software-Entwicklung, Felix Zhang, möchte den Assistenten fit machen für „emotionale Interaktion“. Er soll in der Lage sein, Gespräche über einen längeren Zeitraum am Laufen zu halten.

In Sachen Hardware hat Huawei bereits vorgesorgt. Die aktuellen Flaggschiffe wie das Huawei P20 besitzen eine Neural Processing Unit (NPU), die KI-Aufgaben unabhängig vom Prozessor Kirin 970 erledigen kann. Huawei wird in nicht näher genannter Zukunft ein Software-Update für den „HiAssistant“ veröffentlichen, der die Emotionen des Besitzers analysieren kann. Aber auch ohne Update macht die P20-Reihe bereits eine gute Figur, wie unser Video zeigt.

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Emotionen und Kontext richtig verstehen

Assistenten mit emotionaler Intelligenz könnten dem Forschungsunternehmen Gartner zufolge der nächste große Schritt sein. Bislang ignorieren die digitalen Helfer die Emotionen und den Kontext eines Befehls und reagieren immer gleich. Erst wenn sie die Gesamtheit der Kommunikation in Betracht ziehen, würden die Ergebnisse wirklich glaubhaft, meint Annette Zimmerman von Gartner. „Bis zum Jahr 2022 wissen persönliche Geräte mehr über uns als unsere eigene Familie“, so die Prognose.

Quelle: CNBC via Phone Arena

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