Huawei: 100 Millionen ausgelieferte Smartphones, möglicherweise eigene Flashspeicher und GPUs in Planung

Tuan Le 8

Huawei mausert sich langsam aber sicher zu einer ernstzunehmenden Gefahr für die derzeitigen Marktführer Samsung und Apple: In diesem Jahr konnte das chinesische Unternehmen mehr als 100 Millionen ausgelieferte Smartphones verbuchen. Darüber hinaus sprechen einige Quellen davon, dass Huawei bald die Entwicklung eigener Flashspeicher und GPUs plant.

„The sky’s the limit“ – in den letzten Jahren schien die Dominanz von Apple und Samsung absolut unüberwindbar zu sein. Während es je nach Region kleine Varianzen gab, standen letzten Endes doch immer die beiden ewigen Rivalen an der Spitze der Verkaufstabellen, gefolgt von Unternehmen wie Xiaomi oder Lenovo. In diesem Jahr springt aber ein anderer Hersteller aus dem Reich der Mitte auf den dritten Platz: Huawei. Mit 100 Millionen ausgelieferten Smartphones sichern sich die Chinesen die Bronzemedaille im Ranking der größten Smartphone-Hersteller der Welt. Zwar sind ausgelieferte Smartphones nicht mit verkauften Geräten gleichzusetzen, die Zahl beeindruckt aber dennoch. Damit hat Huawei dieses Jahr einen Marktanteil von 7,4 Prozent.

Primär baut der Erfolg bislang aber noch auf Geräten aus der Einsteiger- und Mittelklasse, wohingegen der Markt mit teuren High End-Geräten wie dem Huawei Mate S (Test) erst noch richtig anlaufen muss muss. Das ist allerdings kaum verwunderlich, war die Marke Huawei doch gerade in westlichen Gefilden den meisten Kunden bisher noch eher unbekannt, was einen Verkaufserfolg mit einem hochpreisigen Spitzenmodell deutlich schwieriger macht. Mit dem Nexus 6P hat Huawei aber von Google unlängst den Ritterschlag erhalten und dürfte in den Köpfen der Nutzerschaft erheblich an Reputation gewonnen haben.

Huawei macht sich unabhängig: Bald eigene Flashspeicher und GPUs?

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Offenkundig möchte Huawei nicht nur im Smartphone-Sektor punkten, sondern sich auch unabhängig von anderen Unternehmen machen. Schon seit geraumer Zeit setzt man daher auf Prozessoren aus eigener Entwicklung und tatsächlich machen SoCs wie der Kirin 950 mit rekordverdächtigen Benchmarks einen sehr guten Eindruck. In Sachen Grafikleistung setzt man bisher zwar noch auf ARM-GPUs wie die Mali T-628MP4, doch das soll sich schon bald ändern: Gerüchten zufolge will Huawei einen eigenen Grafikchip entwickeln, um die Performance im Zusammenspiel mit dem hauseigenen Kirin-SoC zu verbessern. Sogar die Entwicklung eines eigenen Flashspeichers ist im Gespräch, möglicherweise in Zusammenarbeit mit SK Hynix, Samsung oder Micron Technology.

Auch eine Trennung von Googles Android zugunsten einer Eigenentwicklung namens Kirin OS steht weiterhin im Raum – es ist aber fraglich, ob Huawei den derzeitigen wirtschaftlichen Erfolg durch einen solch riskanten Schritt in Gefahr bringen möchte. Selbst Samsung scheiterte mit diversen proprietären Betriebssystem wie Tizen und Bada und den Erfolg der Südkoreaner muss Huawei erst noch einholen.

Quelle: Huawei@Weibo via PhoneArena, TabTech

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