Huawei Mate S: Premiumvariante mit Force Touch-Technik ab Januar verfügbar

Kaan Gürayer

Mit reichlich Verspätung bringt Huawei die Premiumvariante des Mate S doch in den Handel: Ab Neujahr lässt sich das Modell mit 128 GB Speicherkapazität für 799 Euro über den Onlineshop des chinesischen Händlers erwerben. Die famose „Force Touch“-Technik ist zwar weiterhin an Bord, wurde aber kurzerhand umbenannt. Hat etwa Apple seine Finger im Spiel gehabt? 

Im Rahmen der IFA 2015 wurde das Huawei Mate S Anfang September offiziell vorgestellt. Der schicke 5,5 Zoller überzeugte in unserem Test mit seinem makellosen Äußeren, schneller Performance und einem hervorragenden Fingerabdruckscanner. Neben dem Standardmodell zeigte Huawei auf der Berliner Funkmesse allerdings auch noch eine Premiumvariante des Mate S, die mit 128 GB Speicherkapazität und einem drucksensiblen Display aufwarten konnte. „Force Touch“ nannte die Chinesen die Technik, die nicht nur simple Berührungen auf dem Bildschirm erkennen konnte, sondern auch erfasste, wie stark gedrückt wurde. Damit war eine neue Ebene der Interaktion möglich: in Bildern konnte beispielsweise hineingezoomt oder das Handy als Waage verwendet werden.

In den vergangenen Monaten war es jedoch reichlich still um das Premiummodell des Mate S geworden: Huawei hüllte sich in Schweigen und nannte weder offiziellen Marktstart noch Verkaufspreis – bis jetzt zumindest. Denn in vMall, dem offiziellen Onlineshop des Herstellers, ist das Mate S in der 128 GB-Variante seit Kurzem gelistet und kann bereits vorbestellt werden. Stolze 799 Euro verlangt Huawei für das Mate S, womit das Smartphone kein allzu günstiges Vergnügen wird. Ab Neujahr ist das Gerät laut vMall auf Lager und dürfte dann auch verschickt werden.

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Huawei Mate S: Von Force Touch zu Press Touch

Die interessanteste Neuigkeit birgt allerdings die Beschreibung des Mate S: Auf der Produktseite wird das 5,5-Zoll-Smartphone mit „Press Touch“ beworben. Das Gerät besitzt also weiterhin das bekannte drucksensitive Display, die alte Bezeichnung „Force Touch“ ist aber offenbar pas­sé. Über die Gründe für die Umbenennung kann lediglich spekuliert werden – es liegt jedoch nahe, dass Apple im Hintergrund interveniert hat und die Namensstreitigkeiten der Grund für die Verspätung der 128 GB-Variante waren. Sowohl im neuen MacBook als auch der Apple Watch verwendet das kalifornische Unternehmen ein drucksensibles Trackpad beziehungsweise Display, das ebenfalls auf die Bezeichnung „Force Touch“ hört und beide Geräte waren bereits lange vor dem Mate S erhältlich. In den neuen iPhone-Modellen ist ebenfalls eine ähnliche Technologie am Werk, die von Apple allerdings „3D Touch“ genannt wird.

2016 – das Jahr der drucksensiblen Bildschirme?

Unabhängig vom Hin und Her um die Bezeichnung der Technik, ist es natürlich hoch erfreulich, dass das Premiummodell des Mate S nach fast vier Monaten Wartezeit nun doch in den Handel kommt. Da Touchscreen-Hersteller Synaptics mit der ClearPad 3700er Serie unlängst neue Display-Panel vorgestellt hat, die ebenfalls die Stärke des Drucks erfassen, könnten 2016 gleich mehrere Smartphone-Flaggschiffe mit einer ähnlichen Technik wie das Mate S auf den Markt kommen – wie immer die Hersteller das Feature am Ende auch nennen werden.

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Via: AreaMobile 

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Video: Huawei Mate S im Test

Huawei Mate S: Test.

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