iPhones nur für arme Schlucker? Huawei erniedrigt Apple

Kaan Gürayer 25

Eigentlich sind die Rollen auf dem Smartphone-Markt klar verteilt: Mit seinen teuren iPhones bedient Apple die gutbetuchte Kundschaft, während die Android-Konkurrenz vor allem in der günstigen Einsteiger- und Mittelklasse ihre Brötchen verdient. Dass aber nicht jedes Klischee einen wahren Kern besitzt, zeigt jetzt eine neue Studie. Ein Vergleich mit Huawei dürfte Apple besonders schmerzen. 

iPhones nur für arme Schlucker? Huawei erniedrigt Apple
Bildquelle: GIGA.

Die Marktforscher von MobData haben den chinesischen Mobilfunkmarkt einmal genauer unter die Lupe genommen und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht. Entgegen der landläufigen Meinung wird das iPhone in der Volksrepublik vor allem von schlecht ausgebildeten Geringverdienern benutzt.

China: iPhones für Arme, Huawei-Smartphones für Reiche

Der typische iPhone-Nutzer, so die South China Morning Post unter Berufung auf die Ergebnisse von MobData, sei weiblich, unverheiratet, zwischen 18 und 34 Jahre alt und besitze lediglich das chinesische Gegenstück zum US-amerikanischen High-School-Abschluss. Das Einkommen ist mager und beläuft sich auf umgerechnet unter 380 Euro im Monat. Als „unsichtbare Arme“ werden die iPhone-Nutzer bezeichnet, da sie sich ihre Armut äußerlich nicht ansehen lassen.

Im Gegensatz dazu leben Huawei-Nutzer in China auf der Sonnenseite des Lebens. Der durchschnittlicher Besitzer eines Huawei-Smartphones ist männlich, verheiratet, zwischen 25 und 34 Jahre alt und kann auf einen Universitätsabschluss verweisen. Sein Einkommen liegt umgerechnet bei bis zu 2.530 Euro im Monat. Darüber hinaus besitzt ein Großteil der Huawei-Nutzer auch Immobilien und Autos – etwas, worauf der typische iPhone-Besitzer in China in der Regel verzichten muss.

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Huawei erniedrigt Apple

Zwar ist unklar, wie viele Teilnehmer an der Marktforschungsstudie von MobData teilgenommen haben und ob die Resultate auch tatsächlich repräsentativ sind. Trotzdem dürften die Ergebnisse bei Apple Sorgenfalten auslösen. Im zukunftsträchtigen chinesischen Mobilfunkmarkt kann der US-Konzern seinen größten Trumpf offenbar immer schlechter ausspielen: die Strahlkraft der eigenen Marke.

Wenn das iPhone im Vergleich zu Huawei-Handys in China als „Smartphone für arme Schlucker“ gilt, ist das für Cupertino nicht nur eine Erniedrigung, sondern ein handfestes Problem – zumal der iPhone-Hersteller bereits die Silbermedaille an Huawei abgeben musste

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