Trotz Angriffen aus den USA: Huawei schwimmt im Geld

Simon Stich

Huawei geht es bestens: Trotz schwelender Konflikte mit den USA hat der Konzern im vergangenen Jahr ein äußerst gutes Geschäftsergebnis erzielen können. Umsatz und Gewinn sind zweistellig gestiegen, die Einnahmen kratzen an der 100-Milliarden-Marke.

Trotz Angriffen aus den USA: Huawei schwimmt im Geld
Bildquelle: GIGA - Huawei P30 Pro.

Huawei: Deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn

Ungeachtet der Spionagevorwürfe westlicher Länder und dem Verzicht von US-Providern auf Handys des Konzerns kann Huawei auf ein deutliches Plus für das vergangene Jahr verweisen. 2018 ist der Umsatz um 19,5 Prozent auf rund 95 Milliarden Euro gestiegen, während der Gewinn um mehr als 25 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Euro zulegen konnte. Besonders gut entwickeln sich die Verkäufe von Smartphones, hier steht am Ende ein Plus von 45,1 Prozent in den Büchern. Schlechter sieht es hingegen bei der Netzwerksparte des Konzerns aus, hier ist das Geschäft um 1,3 Prozent geschrumpft. Alle Zahlen sind in der offiziellen Mitteilung von Huawei nachzulesen, auf die unter anderem heise online hinweist.

Besonders stark ist der Umsatz im EMEA-Wirtschaftsraum gestiegen. EMEA bezeichnet Europa, den Nahen Osten und Afrika. Hier konnte der Konzern aus dem südchinesischen Shenzhen die Einnahmen in einem Jahr um fast ein Viertel steigern. Am Gesamtumsatz gemessen liegt der EMEA-Anteil nun fast bei einem Drittel. Noch mehr Smartphones setzt Huawei nur im Heimatland China ab, wo der Umsatz um fast 20 Prozent gestiegen ist. Anders sieht es auf dem amerikanischen Kontinent aus. Zwar ist auch hier der Umsatz gestiegen, doch nur 6,6 Prozent der Gewinne werden in Nord- und Südamerika gemacht.

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Huawei will „keine Ablenkungen“

Dem nun vorgelegten Geschäftsbericht für das vergangene Jahr zufolge sieht sich Huawei auf der richtigen Spur. „In Zukunft werden wir alles tun, um Ablenkungen von außen abzuschütteln, das Management zu verbessern und Fortschritte bei unseren strategischen Zielen zu erreichen“, sagt Huaweis Vorsitzender Guo Ping. Das könnte auch als Signal gegen eine Einmischung der USA in die Geschäftspraktiken Huaweis gewertet werden.

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Insbesondere die USA erhöhen den Druck auf Huawei. Nach Meinung der Amerikaner nutzt Huawei seine Netzwerktechnik, um Industriespionage zu betreiben. Die Trump-Regierung setzt auch die eigenen Mobilfunkprovider unter Druck, keine Handys von Huawei anzubieten. Der Konzern steht der chinesischen Regierung zu nahe, heißt es. Beweise für eine Spionage haben die USA bislang aber nicht vorlegen können.

Auch beim kommenden Ausbau des 5G-Standards wird Huawei eine Rolle spielen. Netzwerktechnik des Konzerns ist in Deutschland und vielen anderen Ländern bereits im Einsatz. Von einem generellen Verbot von 5G-Technik von Huawei ist hierzulande aber derzeit nicht auszugehen. Nach Angaben der Deutschen Telekom würde ein Huawei-Ausschluss Milliarden Euro kosten. Vodafone hingegen hat sich bei Netzkomponenten gegen Huawei und für Nokia entschieden.

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