Vorbei an Apple und Samsung: Huawei will in vier Jahren die Nummer 1 sein

Philipp Gombert 14

Seit Langem wird der Smartphone-Markt von Apple und Samsung dominiert. Doch das könnte sich bald ändern: In nur vier Jahren will Huawei zum größten Smartphone-Hersteller der Welt avancieren.

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Seit einer gefühlten Ewigkeit stehen zwei Unternehmen an der Spitze des Smartphone-Marktes, während es auf den folgenden Positionen innerhalb der letzten sechs Jahre zu mehreren Wechseln kam. Nach Nokia und BlackBerry übernahm Xiaomi im Jahr 2014 den dritten Rang unter den weltweit größten Smartphone-Herstellern. Allzu lange konnte das chinesische Unternehmen diese Position jedoch nicht innehalten: In den folgenden drei Jahren wurde Xiaomi nach Angaben der Marktforschungsunternehmen IDC und TrendForce aus den Top 5 verdrängt — vermutlich unter anderem aufgrund der schwachen lokalen Verkaufspräsenz, fehlenden Premium-Geräten sowie mittelmäßigen Produktbewertungen.

Vor allem aber hatte das Unternehmen mit wachsendem Druck durch Huawei und der zugehörigen Tochterfirma für Budget-Smartphones Honor zu kämpfen. Das Unternehmen entwickelte sich schnell und wurde nicht nur zu Chinas größtem Smartphone-Hersteller, sondern übernahm außerdem die dritte Position im weltweiten Ranking — und hier soll längst nicht Schluss sein.

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In vier Jahren an die Spitze

Das Ziel ist die Marktführerschaft. Dazwischen liegen mit Samsung und Apple auf den ersten beiden Positionen zwei harte Brocken. Dennoch befindet sich Huawei in Schlagdistanz: Im dritten Quartal 2016 konnte Huawei nach Schätzungen der IDC 34 Millionen Smartphone verkaufen, Apple hingegen 46 Millionen. Damit ist der Abstand zwar nicht gerade gering, aber auch nicht unerreichbar – zumal die Smartphone-Verkäufe Huaweis von 108 Millionen (2015) um ungefähr 30 Prozent auf schätzungsweise 140 Millionen (2016) gestiegen sind.

Samsung konnte im dritten Quartal 73 Millionen Geräte verkaufen und befindet sich damit in komfortabler Führung. In vier Jahren plane man jedoch auch den aktuellen Marktführer einzuholen, so Richard Yu — seines Zeichens Consumer Head bei Huawei.

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Der Knackpunkt sind die USA

Bis dahin hat das aufstrebende Unternehmen insbesondere eine Hürde zu überwinden: Die USA. Denn hier konnte sich die Marke bisher nicht etablieren — selbst kleine Konkurrenten wie OnePlus liegen vor dem größten Smartphone-Hersteller Chinas, der es in den Vereinigten Staaten nicht einmal unter die ersten zehn schafft.

Von Nachteil sind dabei auch mangelnde Vereinbarungen und Kooperationen mit den vier großen US-amerikanischen Mobilfunkanbietern. Kunden können Huawei-Smartphones nicht über Verizon, AT&T, T-Mobile oder Sprint erwerben und müssen dementsprechend auf Händler wie Best Buy, Walmart oder Huaweis Online-Store zurückgreifen. Dieser Problematik ist man sich auch bei Huawei bewusst, für die kommenden Jahre plane man Veränderungen im Sinne einer besseren Präsenz im besagten Markt.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich das chinesische Unternehmen in Zukunft entwickeln wird. Die Ziele sind allemal ambitioniert und angesichts der starken Entwicklung in den vergangenen Jahren nicht außer Reichweite. Gelingt es Huawei, künftig auch in den USA Fuß zu fassen, ist Apple nicht mehr allzu weit entfernt.

Quelle: Fortune via macrumors

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