IKEA-App: Virtuelle 3D-Möbel in der eigenen Wohnung platzieren

Frank Ritter 7

Bislang war die IKEA-App eine etwas bessere Ausgabe des Papier-Katalogs. In einer in Kürze erscheinenden neuen Version kommt jedoch ein spannendes neues Feature hinzu: So kann man dutzende Möbelstücke durch die Smartphone- oder Tablet-Kamera im eigenen Wohnraum platzieren – komplett virtuell.

IKEA-App: Virtuelle 3D-Möbel in der eigenen Wohnung platzieren

Augmented Reality-Apps konnten nie so recht an Fahrt gewinnen: Neben technischen Unzulänglichkeiten war ein Grund, dass es zu wenig praktische Anwendungsfälle für das Konzept der um Zusatzinformationen erweiterten Kamerabilder gab. Das könnte sich jetzt ändern, denn der schwedische Möbelgigant IKEA will seine App um AR-Funktionen ergänzen — in folgendem Video wird gezeigt, wie man sich das vorstellen kann:

Mehr als 90 Produkte aus dem IKEA-Katalog für 2014 wird man über die Apps für Android und iOS virtuell in den eigenen Wohnräumen platzieren können. Dazu legt man den Katalog an der Stelle auf den Boden, wo man das Möbelstück platzieren möchte. Der Katalog dient der App dabei als optischer „Anker“, anhand dessen Dimensionen, der Werte des Geräte-Lagesensors und des Live-Bilds, das die Kamera aufnimmt, ein 3D-Bild des Möbelstücks in der finalen Wohnumgebung dargestellt wird. Zusätzlich kann man mit der App 50 Seiten des Katalogs abfotografieren, um weitere Informationen zu erhalten.

Grund für dieses wirklich clevere neue Feature der IKEA-App ist in erster Linie, dass man damit das „Square Peg, Round Hole Syndrome“ – übersetzt: Quadratischer Stöpsel, rundes Loch-Syndrom – verringern will. Damit bezeichnet man jenes Phänomen, dass ein Großteil der Möbelkäufer keine realistische Vorstellung davon hat, wie viel Platz in der eigenen Wohnung für neue Möbel zur Verfügung steht und daher häufig Fehlkäufe auftreten. Wer vor dem Kauf per Smartphone oder Tablet nachprüft, ob das angepeilte Dreisitzer-Ecksofa überhaupt in die eigene 35 m²-Bude passt, spart sich möglicherweise eine Menge Ärger. Daneben kann man mit der App aber natürlich auch überprüfen, ob ein Möbelstück stilistisch in die eigene Wohnung passt oder, wie im obigen Video zu sehen, herumblödeln. Klasse Idee, IKEA!

Die um AR-Funktionen angereicherte IKEA-App soll am 25. August erscheinen. Wer die alte Version jetzt schon laden will, hier entlang:

Download: IKEA für Android (kostenlos)

IKEA für Android (kostenlos) qr code

Quelle: Inhabitat [via reddit]

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