Den Einstieg in den mobilen Prozessormarkt hatte Intel sich gewiss etwas anders vorgestellt. Im Januar wurde auf der CES der erste Medfield-Single Core-Prozessor vorgestellt, dem eigentlich schon längst weitere Modelle folgen sollten. Nach einigen Startschwierigkeiten ist Intel nun aber bereit, die Fertigungsdichte von 32 auf 22 Nanometer zu reduzieren, was uns im nächsten Jahr noch schnellere und effizientere Prozessoren bescheren wird.

 

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Was bisher geschah: Vor fast einem Jahr hat Intel in Las Vegas auf der Consumer Electronics Show den ersten mobilen Prozessor auf X86-Basis, den Medfield betitelten Atom-Prozessor vorgestellt. Der Single Core-Prozessor war neben einem Smartphone-Prototypen auch im Lenovo K800 und dem nur in UK erhältlichen Orange San Diego zu finden. Hierzulande ist vor einigen Wochen endlich das Motorola RAZR i als erstes Smartphone mit Intel Inside auf den Markt gekommen und konnte in unserem Testbericht durchaus überzeugen. Eigentlich hatte Intel für dieses Jahr noch mehr geplant, wie zum Beispiel Dual Core-Varianten des Medfield-Prozessors.

Nun hat der Chip-Hersteller bekannt gegeben, mit der Umsetzung der Planung ungefähr sechs Monate im Verzug zu sein. Trotzdem versucht Intel weiter auf dem mobilen Sektor Fuß zu fassen und 2013 sich durch neue Prozessoren, die eine Fertigungsdichte von 22 Millimetern besitzen und bis zu 65 Prozent Leistungsfähiger als die bisherigen 32 Nanometer-Medfield-SoCs sein sollen, gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Die neuen Prozessoren sollen von der, aus dem Desktop-Bereich bekannten, TriGate-Technologie profitieren, bei der dreidimensionale Transistor-Strukturen genutzt werden, die nicht nur Platz sparen, sondern auch effizienter funktionieren sollen. Auch der Tablet-Markt soll in Zukunft mit Intel-Prozessoren versorgt werden, ein Tablet der Red Ridge-Referenz-Plattform hat kürzlich der amerikanischen FCC einen Besuch abgestattet.

Mit den neuen leistungsstarken und energieeffizienten Prozessoren ist allerdings nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2013 zu rechnen, was die Frage aufwirft, ob Intel bis dahin noch Chancen hat, sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können – ein leichter Kampf wird es mit Sicherheit nicht.

Quelle: WSJ [via Android Central]

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