Intel hat auf der Computex 2014 den neuen Core M-Prozessor vorgestellt, der auf der Broadwell-Architektur basiert, im 14-nm-Verfahren gefertigt wird und deswegen superdünne Designs bei vollwertigen Windows 8.1 Tablets erlaubt, die dann auch keinen zusätzlichen Lüfter brauchen aber trotzdem sehr viel Leistung besitzen sollen. Preislich wird es bei solchen Tablet auch relativ günstig losgehen. Bereits für ab 599 Dollar sollen die Geräte auf den Markt kommen und sich zwischen Intel Bay Trail und Intel Core i-Tablets platzieren. Intel hat aber auch noch ein Desktop-Dock vorgestellt, welches den Betrieb auf dem Schreibtisch mit einer besseren Performance erlaubt.

Tablets wie das kürzlich vorgestellte Asus Transformer Book T300 Chi sind mit 7,3 mm extrem dünn, verzichten auf einen Lüfter und sollen dank neustem Intel Core M-Prozessor trotzdem eine hohe Leistung aber auch gute Laufzeit bieten. Intel ist sich aber natürlich auch bewusst, dass viele Interessenten nur noch ein Gerät für alles besitzen wollen und hat deswegen auch eine Desktop-Lösung vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein spezielles Desktop-Dock, in die das schlanke Intel Core M-Tablet eingesteckt wird und dann eine Leistungssteigerung von bis zu 30% erfahren kann. Für ein Tablet ohne eigene aktive Kühlung nicht die beste Idee und deswegen besitzt das Dock eine zusätzliche Kühlung mit Lüftern.

Ein leichter Luftstrom wird dabei durch das schlanke Intel Core M-Tablet geführt und kühlt dieses zusätzlich. Besonders auf dem Desktop kommt es nicht mehr so sehr auf den Energieverbrauch an, sondern mehr auf Leistung, wenn man wirklich aktiv damit arbeiten möchte, um z.B. ein Video zu schneiden bzw. Bilder zu bearbeiten. Wie genau die technische Umsetzung ist, damit die Luft in das Tablet gelangt, ist nicht bekannt. Vermutlich nutzen die Unternehmen die Schlitze der Halterungen des Tastatur-Docks, welches man dann natürlich nicht mehr belegt.

Ein ähnliches Konzept kennen wir in Kombination mit dem Turbo-Dock von AMD, welches leider nie wirklich den Durchbruch geschafft hat. Dort war die aktive Kühlung im Tastatur-Dock, wodurch die Leistung des Tablets angedockt deutlich erhöht werden konnte. Hat uns vor über einem Jahr in Barcelona wirklich beeindruckt, damals noch mit Temash-Prozessoren und im Vergleich mit dem Intel Atom Dual-Core von Intel. Vielleicht wird es auch Turbo-Docks für Intel Core M-Tablet geben, wenn man die zusätzliche Leistung auch unterwegs haben möchte. Die Hersteller werden da sicher diverse Lösungen ausprobieren. Das Desktop-Dock mit dem 30%-Turbo klingt aber schon vielversprechend. Natürlich bekommt man darüber dann auch zusätzliche Anschlüsse.

Das sagt ihr zu einem Intel Core M Desktop-Dock mit aktiver Kühlung?

via cnet

Peter Hryciuk
Peter Hryciuk, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets, Android, Windows und Deals.

Ist der Artikel hilfreich?