Intel hatte auf der CES im Januar mit dem Medfield-SoC den ersten mobilen x86-Prozessor vorgestellt. Nach neun Monaten sind bereits sechs Smartphones mit diesem Chipsatz präsentiert worden, allerdings gibt es noch ein paar Limitierungen: Zum einen handelt es sich um Single Core-Prozessoren, zum anderen unterstützen sie bisher kein LTE. Dies soll sich laut Intel beides in Kürze ändern.

Nachdem Motorola für die USA das RAZR M mit einem Snapdragon S4-Prozessor vorgestellt hatten und mit dem RAZR i kurz darauf das gleiche Gerät, nur mit einem Intel-Chipsatz, für Europa angekündigt haben, wurden die Kollegen von TechCrunch stutzig: Warum gibt es in den USA bisher kein Smartphone, mit dem im Januar auf der CES vorgestellten Medfield-SoC? Die Antwort ist ziemlich einfach – Sumeet Syal, Director of Product Marketing bei Intel bestätigte, dass die bisherigen Medfield-Prozessoren noch keine LTE-Unterstützung bieten; da dies aber für die amerikanischen Provider ein immer stärkeres Verkaufsargument wird, hat bisher eben kein Smartphone mit Intel-CPU den Weg auf den amerikanischen Markt gefunden.

Syal bestätigte allerdings auch, dass es noch in diesem Jahr eine LTE-fähige Variante des Single Core-Medfield-Prozessors geben werde. Das Thema Single Core an sich war ebenfalls Gesprächsthema, denn auch wenn Intel mit der Hyperthreading-Technologie einen zweiten Kern simuliert und somit vielen Dual Core-Konkurrenten in den meisten Anwendungsgebieten in nichts nachsteht, gibt es gerade im Bereich Mobile Gaming doch deutliche Leistungsdefizite bei Intel. Aber auch hier will Intel nachbessern und die nächste Generation der Atom-Prozessoren mit zwei Kernen ausstatten – zum Thema Quad Core wollte sich Syal dagegen nicht äußern.

Insgesamt sei Intel mit dem bisherigen Ergebnis auf dem mobilen Markt sehr zufrieden – auch wenn keine Zahlen genannt wurden, so sei die Position, die man sich seit dem Einstieg Anfang des Jahres erarbeiten konnte, durchaus komfortabel.

Was haltet ihr von Intels bisherigen mobilen Prozessoren? Findet ihr sie spannend, oder müssen es für euch schon mindestens zwei Kerne sein?

Quelle: TechCrunch