Intel-Pläne für 2020: Grafikkarten-Großangriff auf Nvidia und AMD

Peter Elstner

Wer heute einen Computer kauft, muss sich überlegen, ob er den Aufpreis für eine dedizierte Grafikkarte bezahlt oder sich mit dem integrierten Intel-Grafikchip zufrieden gibt. Doch in Zukunft möchte Intel selbst eigene dedizierte Grafikkarten entwickeln.

Intel will eigene Grafikchips bis 2020 entwickeln

Bei dedizierten Grafikkarten gibt es heute eigentlich nur die Wahl zwischen zwei Herstellern: Nvidia und AMD sind die Platzhirsche auf dem Grafikkarten-Markt. Mit Intel will ein weiteres Unternehmen dazustoßen – und zwar schon 2020. Über den eigenen Twitter-Account hat der Chip-Hersteller die Pläne und auch den Zeitrahmen jetzt bestätigt.

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Der frühere AMD-Experte Raja Koduri, der erst im November 2017 zu Intel kam, soll sich um die Entwicklung der Intel-eigenen Grafikkarte kümmern. Der Zeitrahmen bis 2020 ist dabei ziemlich ambitioniert, da Intel eine komplette eigene Grafikchip-Architektur aufbauen muss. Dabei kann das Unternehmen sicherlich auf die Erfahrungen, die es mit den in Prozessoren integrierte GPUs gesammelt hat, aufbauen; allerdings soll die dedizierte Grafikkarte natürlich deutlich leistungsfähiger sein als die „On-Board-Grafik“.

Intel-Grafikchips für Datencenter und Heim-PCs

Die Intel-Grafikchips sollen sowohl im Datencenter-Bereich als auch im Verbraucher-Markt zum Einsatz kommen. In Datencentern sollen sie sich um Aufgaben wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen kümmern, im Verbraucher-Bereich um die „klassischen“ GPU-Aufgaben wie Design, Video-Bearbeitung und natürlich Gaming.

Ein Gerät, für das sich ein Intel-Grafikchip anbieten würde, ist beispielsweise Microsofts Surface Book – das schon jetzt eine dedizierte Grafikkarte hat. Das Surface Book 2 seht ihr hier im Video.

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Wie leistungsfähig die Intel-Grafikchips sein werden, bleibt natürlich abzuwarten. AMD und Nvidia haben Erfahrungen von vielen Jahren als Vorsprung, sodass Intel auf jeden Fall vor einer großen Aufgabe steht.

Quelle: Market Watch

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