Intel: Prozessor-Entwicklung im Tick-Tock-Modell wird beendet

Peter Hryciuk

Das Ende der Prozessor-Entwicklung im Tick-Tock-Modell von Intel hat sich bereits vor einiger Zeit angekündigt, wird nun aber offiziell beendet und auf drei Entwicklungsstufen ausgebaut. Prozessoren haben in den letzten Jahren enorme Schritte gemacht, doch die Entwicklung wird immer schwieriger und so möchte Intel die Zeit nun etwas strecken, bevor in noch kleineren Fertigungen produziert werden kann. Die dritte Entwicklungsstufe könnte dabei für die Endkunden die interessanteste Version werden, was bei zukünftigen Käufen beachtet werden sollte.

Intel: Prozessor-Entwicklung im Tick-Tock-Modell wird beendet

Intel verabschiedet sich vom Tick-Tock-Modell

Seit 2006 entwickelt Intel neue Prozessoren im sogenannten Tick-Tock-Modell mit zwei Stufen. So hat man eine neue Generation mit neuer Fertigungstechnik (Tick) vorgestellt, diese im nächsten Jahr mit einer neuen Architektur (Tock) ausgestattet und danach wieder von vorne begonnen. Da die Entwicklung neuer Fertigungstechniken mittlerweile nicht mehr so schnell voranschreitet, wie das Unternehmen vor einigen Jahren noch erwartet hat, muss man das Modell nun auf drei Schritte ausweiten. Es bleibt also bei einer neuen Fertigungstechnik, im nächsten Jahr der neuen Architektur und im dritten Jahr soll die Optimierung stattfinden. Die beste Leistung eines neuen Prozessors wird man demnach nicht mehr im 2., sondern erst im 3. Jahr erhalten. Wenn der neue Zyklus durchlaufen ist, beginnt die Entwicklung bei einem neuen Prozess wieder von vorne.

Fertigungstechnik Architekur Optimierung Intel

Verfahren wird bereits angewendet

Dieses Verfahren wird durch Intel aber bereits angewendet, obwohl das Unternehmen die Änderung erst jetzt der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde in einem umfangreichen PDF-Dokument offiziell mitgeteilt hat. So wurde die Brodwell-Prozessoren der 5. Generation im 14-nm-Verfahren gefertigt, haben mit der 6. Skylake-Generation eine neue Architektur erhalten und werden mit den Kaby Lake-Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte 2016 nur optimiert. Normalerweise hätte dort dann schon der Schritt zur 10-nm-Fertigung folgen müssen. Dieser wird aber erst 2017 mit den Cannonlake-Prozessoren umgesetzt.

Im Endeffekt heißt das aber auch, dass die Verbesserungen von Generation zu Generation etwas kleiner werden. Das müssen sowohl die Hersteller von PCs als auch Kunden beachten, die sich neue Geräte mit aktuellen Prozessoren anschaffen wollen.

via computerbase

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