Intel Quark X1000: Stromsparender Chip für Smartwatches und andere Devices vorgestellt

Lukas Funk 4

Gestern war ein ganz besonderer Tag in der Branche: Intel hat einen besonders stromsparenden Chip namens Quark X1000 vorgestellt, der die Entwicklung des Internet der Dinge vorantreiben soll. Alltagsgegenstände sollen so ohne großen Aufwand mit einer kleinen Recheneinheit ausgestattet werden können, um beispielsweise die Kommunikation per WLAN zu ermöglichen. Als Referenzgerät arbeitet Intel auch an einer eigenen Smartwatch.

Zwar gibt es immer mehr intelligente Alltagsgegenstände, die beispielsweise per WLAN oder über ein Web-Interface gesteuert werden können, doch verhindert der Energiehunger aktueller Chips die weite Verbreitung dieses Internet der Dinge. Intel will das nun ändern und hat gestern seinen neuen Chip Quark X1000 vorgestellt, dessen Kern fünf mal kleiner als aktuelle Atom-Kerne ist und nur ein Zehntel von dessen Energie verbraucht.

Anwendungsbereiche sieht Intel neben dem Internet of Everything vor allem auch im Wearable Computing, also intelligenter Accesoires wie Smartwatches oder -Glasses. Um dies zu demonstrieren, arbeite man schon an einer eigenen Smartwatch, so Intel. Diese diene allerdings nur als Referenzgerät für Hardware-Partner und wird voraussichtlich nie Marktreife erlangen, ähnelt insofern also Qualcomms Toq.

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Noch viel interessanter wird der Chip aber dadurch, dass Intel ihn als „vollständig synthetisierbar“ beschreibt. Dies bedeutet, dass die Technologie an Chiphersteller lizenziert werden kann, welche dann eigene Modifikationen und Interpretationen dieser Standardarchitektur entwickeln können — ein offensichtlicher Angriff auf ARM, den bisherigen Platzhirsch auf dem Markt mobiler Prozessorarchitekturen. Das Unternehmen will so seinem Ziel näher kommen, wirklich jeden Bereich der Computertechnologie anzuführen.

Erste Modelle des Quark X1000 sollen noch vor Ende des Jahres an Entwickler verteilt werden, mit ersten Geräten auf ihrer Basis ist also frühestens im nächsten Jahr zu rechnen.

Quelle: The Verge [via SmartDroid]

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