Intel: Roadmap verrät neue Smartphone- und Tablet-Prozessoren

Daniel Kuhn

Intel gehört inzwischen auch im mobilen Prozessorbereich zu einem ernstzunehmenden Mitstreiter, auch wenn die Marktanteile noch immer verhältnismäßig klein sind. Doch daran arbeitet der Chiphersteller derzeit unter Hochdruck, wie die nun geleakte Roadmap für die nächsten 12 Monate verrät.

Den Einstieg in den mobilen Prozessormarkt hat Intel verhältnismäßig spät gewagt und daher auch die prophezeiten Schwierigkeiten, sich gegen etablierte Konkurrenten wie Qualcomm, Samsung oder Nvidia durchzusetzen, erleben müssen. Immerhin ist mit der Clover Trail+-Platform ein Achtungserfolg gelungen, der auch bei immer mehr Hardware-Herstellern das Interesse für den x86-Chipsatz geweckt hat. Die Benchmarks mussten zwar aufgrund einiger Fehler bei der Messung inzwischen relativiert werden, aber schlecht sind die aktuellen Intel-Prozessoren, gerade in Hinblick auf ihre Energieeffizienz sicherlich trotzdem nicht. Aber es geht noch besser, wie die nun aufgetauchte Roadmap für die kommenden Monate verrät.

Demnach soll bis Ende des Jahres noch die neue 22 nm-Merrifield-Plattform für Smartphones vorgestellt werden, die dann in der ersten Hälfte 2014 von Moorefield und im ersten Quartal 2015 von Morganfield abgelöst werden wird, die beide im 14 nm-Verfahren hergestellt werden. Bereits die Merrifield-Prozessoren sollen eine Leistungssteigerung von 50 Prozent mitbringen und außerdem auch längere Batterielaufzeiten ermöglichen. Über wie viele Kerne die einzelnen Prozessoren verfügen, geht aus der Roadmap leider nicht hervor.

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Auch im Tablet-Bereich drängt Intel mit dedizierten Plattformen auf den Markt: Im dritten Quartal dieses Jahres wird die 14 nm Cherry Trail-Plattform in ersten Android- und Windows-Tablets zu finden sein, die ebenfalls in 14 nm Fertigungsdichte hergestellten Willow Trail-Chipsätze folgen dann im vierten Quartal 2014.

Intel scheint also für den härter werdenden Kampf auf dem Prozessormarkt gut gerüstet zu sein. Jetzt müssen die Amerikaner nur darauf hoffen, das noch mehr Hersteller ihre Smartphones und Tablets künftig mit den x86-SoCs ausstatten.

Quelle: DigiTimes [via Phonearena]

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