Intel Silvermont: Neue Mikroarchitektur für mobile Prozessoren vorgestellt

Lukas Funk 11

Intel hat gestern im kalifornischen Santa Clara seine neue Mikroarchitektur für besonders stromsparende Prozessoren vorgestellt: Nach der Clover Trail+-Plattform stellt Silvermont den nächsten Schritt der Halbleiter-Veteranen auf dem hart umkämpften Markt für mobile Prozessoren dar.

Intel Silvermont: Neue Mikroarchitektur für mobile Prozessoren vorgestellt

Während die führenden Prozessoren für Smartphones und Tablets weiterhin von Qualcomm, NVIDIA und Samsung stammen und sich auf die ARM-Prozessorarchitektur verlassen, arbeitet Intel konstant daran, seine X86-basierten Prozessoren für das mobile Zeitalter fit zu machen.

Nachdem Intels Atom-Chip im Motorola RAZR i mit überragender Akkulaufzeit punkten konnte und im Rahmen der verbesserten Clover Trail+-Plattform beispielsweise in Lenovos K900 zusätzlich die Benchmarks mit Bravour bewältigte, soll die neue Silvermont-Mikroarchitektur beide Tendenzen weiter verfolgen: Erstmals im 22 nm-Verfahren gefertigte Kerne versprechen eine dreimal höhere Spitzenleistung als aktuelle Modelle oder fünfmal geringeren Stromverbrauch bei gleicher Leistung.

Zum Einsatz kommen wird die Technologie in viererlei Plattformen mit jeweils verschiedenem Schwerpunkt: Bay Trail wird als Nachfolger von Clover Trail+ Smartphones und Tablets, aber auch Laptops und Desktops im Einsteigerbereich betreiben und noch Ende dieses Jahres erscheinen. Darauf folgt Merrifield für ähnliche Anwendungen. Für uns weniger interessant aber der Vollständigkeit halber erwähnt seien dann noch Avoton, eine Lösung für Microserver und Datenzentren sowie Rangeley, welcher in Routern und anderen Netzwerkkomponenten zum Einsatz kommen soll. Die Flexibilität der neuen Technologie liegt aber nicht nur in ihren Einsatzmöglichkeiten: Je nach Anwendungszweck sollen zwischen ein und acht Prozessorkerne unterstützt werden können.

Ob Intel mit der neuen Mikroarchitektur der große Sprung auf den konstant wachsenden Mobilmarkt gelingen wird, hängt wohl aber weiterhin davon ab, ob man für seine Prozessoren die richtigen Hardware-Partner gewinnen kann — Lenovo und Motorola allein werden dafür nicht ausreichen. Zuletzt hatte ja aber auch ASUS zum Beispiel im Fonepad bereits auf „Intel inside“ gesetzt.

Was haltet ihr von Intels andauerndem Vormarsch in den Mobile-Sektor? Habt ihr schon ein Intel-betriebenes Smartphone oder Tablet genutzt? Für den Austausch von Erfahrungen und Erwartungen steht der Kommentarbereich zur Verfügung.

Quelle: Intel [via Phonearena]

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung