Intel WiGig: Drahtlose Dockingstation für 2-in-1 Tablets ab 2015

Peter Hryciuk
Intel WiGig: Drahtlose Dockingstation für 2-in-1 Tablets ab 2015

Intel hat sich bereits vor drei Jahren zur Nutzung von WiGig für drahtlose Dockingstationen ausgesprochen, die in Verbindung mit Ultrabooks bzw. nun auch Tablets und Convertibles zum Einsatz kommen sollen. Ab 2015 soll es endlich entsprechende Lösungen geben, die die Nutzung der sonst mobilen Geräte am Schreibtisch erleichtern könnte. Die Verbindung von bis zu zwei zusätzlichen Monitoren und externen Eingabegeräten funktioniert dann drahtlos. Auf der Computex 2014 hat man die Technologie in Kombination mit einem 2-in-1-Convertible von HP demonstriert.

Die Basis dafür werden die kommenden Intel Geräte mit neuster Broadwell-Architektur bieten, die mit schnellen 802.11ad WiFi-Karten ausgestattet sind. Diese erreichen auf kurze Distanz bis zu 7 Gbit/s und funken im 60-Gigahertz-Band. Bereits im nächsten Jahr wird es dann externe Dockingstationen geben, an die bis zu zwei zusätzliche Monitore angeschlossen und kabellos angesprochen werden können. Dort lassen sich dann auch externe Eingabegeräte wie z.B. eine zusätzliche Tastatur bzw. Maus anschließen. Ziel ist es eine drahtlose Verbindung zwischen Tablets, Convertibles aber auch Laptops zu schaffen. Nähert man sich seinem Schreibtisch, werden die externen Geräte, die an der Dockingstation angeschlossen sind, mit Inhalten vom Endgerät versorgt und können dann auch direkt genutzt werden. So entfällt die Kabelverbindung zwischen dem Endgerät und externen Monitoren bzw. Eingabegeräten. 

Intel WiFig Demo CB

Zukünftig sollen aber auch noch bessere Lösungen möglich sein. So sollen Displays direkt mit Intel WiGig ausgestattet sein und ohne zusätzliche Dockingstation auskommen. An den Monitoren können dann wiederum die externen Eingabegeräte angeschlossen werden und kommunizieren dann zusammen mit dem Videosignal über diese eine Verbindung z.B. mit einem Tablet, wenn man dieses nur neben sich legt auf dem Schreibtisch.

Intel hat mit WiDi bereits eine Lösung zur kabellosen Übertragung von Videosignalen im Angebot, doch diese wird nur von wenigen Herstellern auch wirklich genutzt. Mit WiGig möchte man mit zusätzlichen Möglichkeiten und direkter Implementierung in die neuste Broadwell Prozessor-Generation besser durchstarten. Klingt für uns in jedem Fall nach einer interessanten Lösung, die dann hoffentlich auch verzögerungsfrei funktioniert.

Nachdem man ein spezielles Desktop-Dock für die neuen Intel Core M-Tablets vorgestellt hat, über das man 30% mehr Leistung erhält, wäre Intel WiGig eine andere Möglichkeit sein Tablet auch am Schreibtisch nutzen zu können, ohne wirklich viel Fachwissen zu besitzen. Man beseitigt die Kabel und will die Nutzung gleichzeitig so einfach wie möglich gestalten.

Würdet ihr ein kabellose Intel WiGig Dock nutzen?

via computerbase

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