Kaby Lake-G: Intel-Prozessor mit AMD-Grafikeinheit geplant

Peter Hryciuk

Intel soll mit dem „Kaby Lake-G“ einen komplett neuen Prozessor planen, der mit einer Grafikkarte von AMD ausgestattet ist. Diese Kombination verspricht erheblich mehr Leistung, birgt aber auch einen großen Nachteil in sich.

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Intels „Kaby Lake-G“ für Notebooks und All-in-One-PCs

Intel-Prozessoren der 7. Generation können für leistungsstarke Notebooks und All-in-One-Computer schon bald deutlich interessanter werden, wenn keine dedizierte Grafikkarte verbaut ist. Mit dem „Kaby Lake-G“ plant das Unternehmen nämlich in Kooperation mit dem Erzrivalen einen Prozessor, der mit einer AMD-Grafikeinheit ausgestattet ist. Damit könnte ein Laptop oder AiO-PC eine deutlich höhere Leistung erreichen, selbst wenn keine zusätzliche Grafikkarte verbaut ist. Intels eigene Shared-Grafikkarten würden leistungstechnisch deutlich übertrumpft. Auf welchen Grafik-Chip von AMD Intel genau setzt, ist bisher nicht bekannt. Die Leistungsaufnahme steigt aber deutlich, sodass der Verwendungszweck eingeschränkt wäre.

Einen Nachteil gibt es aber

Die Mehrleistung des Intel-Prozessors mit AMD-Grafikkarte zeigt sich aber ganz deutlich im Energiebedarf. Während leistungsstarke Intel-Prozessoren wie der neue Core i7-7700HQ einem TDP (Thermal Design Power) von 45 Watt aufweisen, kommt der „Kaby Lake-G“ je nach Version mit einem TDP von 65 und 100 Watt. Damit würde der Energieverbrauch mehr als verdoppelt – die Grafikleistung aber auch enorm steigen. Da wird ein direkter Vergleich zeigen müssen, wie viel ein Intel-Notebook mit dedizierten Nvidia- oder AMD-Grafikkarte im Vergleich zum „Kaby Lake-G“ verbraucht.

Der Energiebedarf wäre auf den ersten Blick deutlich höher, könnte unter Vollast aber geringer ausfallen, als in einem Notebook mit dedizierter Grafikkarte. So könnten Gaming-Notebooks oder All-in-One-PCs mit einem leistungsstarken Intel-Prozessor ausgestattet werden, der sich ebenfalls zum Spielen eignet. Ob AMD dabei auf die Polaris– oder Vega-Architektur setzt, ist bisher nicht bekannt. Wir würden Letztere bevorzugen, um eine höhere Leistung zu erhalten.

Quelle: benchlife via computerbase

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