USB Typ C Digital Audio: So will Intel die 3,5-mm-Klinkenbuchse abschaffen

Rafael Thiel

Die Klinkenbuchse soll schon bald der Vergangenheit angehören – zumindest, wenn es nach Intel geht. Der Chip-Hersteller will mit USB Type C Digital Audio in Kürze einen erweiterten Standard an den Start bringen.

Diese Initiative zielt vor allem auf mobile Endgeräte ab, die dieser Tage zunehmend mit dem neuen USB-Type-C-Standard aufwarten. Nach Ansicht von Intel ist es an der Zeit, die veraltete 3,5-mm-Klinkenbuchse abzulösen, daher sollen Kopfhörerausgänge bei Smartphones und Co. künftig auf dem eigens entwickelten USB Type C Digital Audio basieren. Die Weiterentwicklung des Standards soll noch vor Ende des dritten Quartals 2016 fertiggestellt werden. Erste Details gab es bereits vor einem halben Jahr, zuletzt zeichnete Intel auf der eigenen Developers Conference ein schärferes Bild.

Im Grunde fußt die Entwicklung auf dem bestehenden USB-Audio-Standard, erweitert diesen aber um einige Funktionen. So gehört zu USB Type C Digital Audio etwa eine neue Energieverwaltung, sodass bestimmte Komponenten eines Headsets einzeln angesteuert respektive abgeschaltet werden können. Ein Beispiel wäre, dass das Abspielgerät bei laufender Musik das verbundene Mikrofon abkoppelt. Ferner unterstützt der neue Standard mehrere Mikrofone, wodurch ein Headset beispielsweise Umgebungsgeräusche aktiv minimieren kann.

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Die gesamte Industrie müsste sich anpassen

Es bleibt natürlich die Frage, ob die Industrie den neuen Standard adaptieren wird. In Smartphones ist ein erster Trend weg von der alten 3,5-mm-Klinkenbuchs bereits zu erkennen. Prominentes Beispiel ist, basierend auf den Gerüchten, das anstehende iPhone. Die digitale Übertragung bringt auch den Vorteil mit sich, weniger fehleranfällig zu sein als der analoge Anschluss.

Allerdings ist der auf USB basierende Standard auch weitaus komplexer und dürfte zu Beginn einiges an Entwicklungsarbeit aufseiten der Unternehmen erfordern. Insbesondere Hersteller aus dem Audiobereich müssten sich zeitaufwändig anpassen, was wiederum Geld kostet. Dementsprechend ist es fraglich, ob die Pläne von Intel so bald aufgehen werden – über kurz oder lang sind die Vorteile von USB Type C Digital Audio jedoch wohl nicht von der Hand zu weisen.

Quelle: Intel via Golem

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