Viel hilft viel: Intel stellt 25 neue Desktop-Prozessoren vor

Robert Kohlick

Intels Prozessoren-Familie hat Nachwuchs bekommen. Gleich 25 neue Prozessoren erweitern das Produktportfolio des Platzhirsches im CPU-Segment. Von zwei wichtigen Features profitieren jedoch noch nur die wenigsten Neuzugänge. 

Viel hilft viel: Intel stellt 25 neue Desktop-Prozessoren vor
Bildquelle: Intel.

Intels neue Prozessoren: Mehr Auswahl, aber kein neues Spitzenmodell

Vom günstigen Einsteiger-Modell bis hin zum leistungsstarken i9-Prozessor – gleich 25 neue Prozessoren wirft Intel auf den Markt. Viele davon ähneln den bereits erhältlichen Modellen der neunten Prozessorengeneration des Herstellers und wurden lediglich um ihre integrierte Grafikeinheit beraubt (F-Modelle) oder bieten eine deutlich geringere Taktrate zugunsten eines reduzierten Stromverbrauches (T-Modelle).

Immerhin im Einsteigersektor hat sich einiges getan. So gibt es nun drei neue Celeron- und vier neue Pentium-Prozessoren, auch die i3-Produktreihe hat gleich sieben neue Modelle spendiert bekommen. Alle neue Prozessoren, inklusive Kern- und Thread-Anzahl, sowie Taktraten, Angaben zur Grafikeinheit, der TDP und des Preises hat GIGA für euch übersichtlich in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:

Modell Kerne/Threads Basis-/Turbotakt TDP integrierte Grafik offener Multiplikator UVP
Core i9-9900 8/16 3,1 GHz / 5,0 GHz 65 Watt ja 439 US-Dollar
Core i9-9900T 8/16 2,1 GHz / 4,4 GHz 35 Watt ja 439 US-Dollar
Core i7-9700 8/8 3,0 GHz / 4,7 GHz 65 Watt ja 323 US-Dollar
Core i7-9700F 8/8 3,0 GHz / 4,7 GHz 65 Watt 323 US-Dollar
Core i7-9700T 8/8 2,0 GHz / 4,3 GHz 35 Watt ja 323 US-Dollar
Core i5-9600 6/6 3,1 GHz / 4,6 GHz 65 Watt ja 213 US-Dollar
Core i5-9600T 6/6 2,3 GHz / 3,9 GHz 35 Watt ja 213 US-Dollar
Core i5-9500 6/6 3,0 GHz / 4,4 GHz 65 Watt ja 192 US-Dollar
Core i5-9500F 6/6 3,0 GHz / 4,4 GHz 65 Watt 192 US-Dollar
Core i5-9500T 6/6 2,2 GHz / 3,7 GHz 35 Watt ja 192 US-Dollar
Core i5-9400T 6/6 1,8 GHz / 3,4 GHz 35 Watt ja 182 US-Dollar
Core i3-9350K 4/4 4,0 GHz / 4,6 GHz 91 Watt ja ja 173 US-Dollar
Core i3-9320 4/4 3,7 GHz / 4,4 GHz 62 Watt ja 154 US-Dollar
Core i3-9300 4/4 3,7 GHz / 4,3 GHz 62 Watt ja 143 US-Dollar
Core i3-9300T 4/4 3,2 GHz / 3,8 GHz 35 Watt ja 143 US-Dollar
Core i3-9100 4/4 3,6 GHz / 4,2 GHz 65 Watt ja 122 US-Dollar
Core i3-9100F 4/4 3,6 GHz / 4,2 GHz 65 Watt 122 US-Dollar
Core i3-9100T 4/4 3,1 GHz / 3,7 GHz 35 Watt ja 122 US-Dollar
Pentium Gold G5620 2/4 4 GHz / – 54 Watt ja 86 US-Dollar
Pentium Gold G5600T 2/4 3,3 GHz / – 35 Watt ja 75 US-Dollar
Pentium Gold G5420 2/4 3,8 GHz / – 54 / 58 Watt Watt ja 64 US-Dollar
Pentium Gold G5420T 2/4 3,2 GHz / – 35 Watt ja 64 US-Dollar
Celeron G4950 2/2 3,3 GHz / – 54 Watt ja 52 US-Dollar
Celeron G4930 2/2 3,2 GHz / – 54 Watt ja 42 US-Dollar
Celeron G4930T 2/2 3,0 GHz / – 35 Watt ja 42 US-Dollar

Intels neue CPUs: Hyperthreading und offener Multiplikator sind Mangelware

25 neue Prozessoren, doch nur einer davon kann dank offenem Multiplikator übertaktet werden – der Intel Core i3-9350K. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich sind die meisten übertaktbaren Modelle, namentlich der i9-9900K, i7-9700K und i5-9600K, bereits im vierten Quartal 2018 erschienen. Ein reichhaltiges Angebot an CPUs für Overclocker sieht anders aus. Zum Vergleich: AMDs Ryzen-Prozessoren besitzen alle einen freien Multiplikator, können also mit dem passenden Motherboard (B- oder X-Chipsatz) problemlos übertaktet werden.

Intel vs. AMD: Bei der Kundenbeliebtheit liefern sich die beiden Unternehmen einen erbarmungslosen Schlagabtausch:   

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Doch auch auf die Integration von Hyperthreading verzichtet Intel bei dem Großteil seiner neuen Desktop-CPUs. Lediglich die Pentium-Reihe und die leistungsstarken i9-Prozessoren können von dem Feature profitieren. Selbst der Intel-Core-i7-Reihe wurden die Verdoppelung der Threads gestrichen.

Die Preisgestaltung von Intel wirft manchmal Fragen auf: Prozessoren-Modelle wie der i7-9700(F), die sowohl mit als auch ohne integrierte Grafikeinheit angeboten werden, sind mit dem gleichen UVP gelistet. Die Preise beider Modelle im freien Handel dürften sich dennoch nach einiger Zeit voneinander unterscheiden. Bestes aktuelles Beispiel: der Intel Core i5-9400(F). Während der Preis des Modells mit integrierter Grafikeinheit bei rund 205 Euro liegt, ist der Chip ohne GPU schon für 160 Euro zu haben.

Intel stellt sein Angebot mit den neuen Prozessoren noch breiter auf. Die stromsparenden T-Prozessoren könnten vor allem für Bürorechner interessant sein und auch im Einsteiger-Bereich kann der Halbleiterhersteller dank Celeron- und Pentium-Reihe wieder einige aktuelle und vor allem günstige Alternativen anbieten. Echte Überraschungen hielt das „neue“ Line-Up jedoch nicht bereit.

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