Wegen AMD Ryzen 5: Intel bringt 6-Kern-Prozessoren früher auf den Markt

Peter Hryciuk

Der Erfolg der Ryzen-5-Prozessoren von AMD zwingt Intel dazu, den Marktstart der kommenden Prozessor-Generation „Coffee Lake“ um ein halbes Jahr vorzuziehen. Die neuen Chips versprechen sechs Kerne für die Mittelklasse und mehr.

AMD Ryzen: Die neuen Prozessoren sind da.

Druck von AMD sorgt für früheren Marktstart von Intel-Prozessoren

AMD hat mit den Ryzen-Prozessoren echte Verkaufsschlager gebaut. Viel Leistung für wenig Geld, heißt das Motto und das bringt den bisherigen Platzhirsch Intel ordentlich unter Druck. Die eigentlich für 2018 geplanten „Coffee Lake“-Prozessoren der 8. Generation werden um ein halbes Jahr vorgezogen. Das ist auf die Ryzen-5-Prozessoren von AMD zurückzuführen. Intel wird demnach bereits im August bezahlbare 6-Kern-Prozessoren anbieten, die sich in der Mittelklasse bewegen und eine Alternative zum Ryzen 5 1600X und Ryzen 5 1600 darstellen sollen.

Intel soll verschiedene Prozessoren für alle Preisklassen mit dem Core i7, i5 und i3 planen, die als K-Version auch übertaktet werden können. Hier ist AMD Intel aber schon voraus, denn die Ryzen-Prozessoren können alle übertaktet werden. Es muss nicht auf eine besondere Version geachtet werden. Der Multiplikator ist offen, sodass auch günstigere Modelle wie der Ryzen 5 1600 (3,2 GHz) mit dem passenden Mainboard einen ordentlichen Leistungszuwachs erhalten kann, wenn man den Prozessor übertaktet. Profis haben bis zu 5,9 GHz geschafft. Realistisch sind aber 4 GHz – wenn man sich mit dem Thema auskennt.

Die Ankündigung der „Coffee Lake“-Prozessoren könnte schon im Juni auf der Computex 2017 durchgeführt werden. Das Intel Developer Forum (IDF) wurde nach 20 Jahren nämlich überraschend eingestellt. Intels Hausmesse findet also nicht mehr statt.

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Intel plant High-End-Prozessoren mit bis zu zehn Kernen

Neben den normalen Prozessoren der 8. Generation soll Intel in Kürze auch High-End-Prozessoren mit sechs, acht und zehn Kernen vorstellen. Diese sollen als „Skylake X“ vermarktet werden. Die „Kaby Lake X“-Prozessoren werden laut aktuellen Informationen mit vier Kernen ausgestattet. AMD könnte auf der gleichen Messe kontern und Ryzen-Prozessoren mit 12 und 16 Kernen enthüllen.

AMD ist also wieder da – und Intel spürt den Druck des neu erstarkten Konkurrenten. Während Intel in den letzten Jahren eine Monopolstellung innehatte, könnte sich das mit den Ryzen-Prozessoren endlich ändern. Der Zweikampf ist nicht nur gut für die Branche, sondern auch für die Kunden. Konkurrenz belebt das Geschäft, fördert Innovationen und lässt die Preise purzeln.

via digitimes

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