Jawbone will Verkauf von Verbraucher-Produkten einstellen

Florian Matthey 1

Der Wearables-Hersteller Jawbone möchte sich offenbar komplett aus dem Markt für Verbraucher verabschieden. Medienberichten zufolge wird sich das Unternehmen in Zukunft auf medizinische Produkte für Krankenhäuser und Ärzte konzentrieren.

Jawbone-UP-System.

Jawbone will sich von Wearables-Markt verabschieden

TechCrunch will aus mehreren offenbar gut unterrichteten Quellen erfahren haben, dass sich Jawbone komplett vom Markt für Verbraucher-Produkte verabschieden wird. In naher Zukunft werde das Unternehmen daher den Verkauf seiner „Wearable“-Produkte an Konsumenten beenden. Offenbar ist Jawbone zur Erkenntnis gelangt, mit seiner bisherigen Ausrichtung kein Geld verdienen zu können – bisher habe das Unternehmen 951 Millionen US-Dollar von Investoren gesammelt, dennoch aber keine entsprechenden Ergebnisse liefern können.

An der Qualität lag’s nicht: Jawbone UP 3 im Test

Medizin-Markt verspricht höhere Gewinnmarge

In diesen Tagen versuche man, Investoren von einer neuen Ausrichtung zu überzeugen: Den Markt professioneller medizinischer Produkte. Das vorhandene Know-How könnte Jawbone nutzen, um Geräte für Ärzte und Krankenhäuser herzustellen, mit denen diese Vitaldaten ihrer Patienten überwachen können. Dieser Markt verspricht höhere Gewinnmargen und weniger Druck, jährlich neue Produkte zu veröffentlichen – und Kunden jährlich davon zu überzeugen, die jeweils neuesten Modelle zu kaufen.

Jawbone UP3 bei Cyberport*

Jawbone UP3 bei Amazon*

Wearables-Markt: Selbst Apple schafft keinen Durchbruch

Allgemein ist der Wearables-Markt weiterhin recht überschaubar. Und trotzdem hat das Wachstum in letzter Zeit eher nachgelassen: Selbst Apple schafft es bislang nur, sich mit der Apple Watch an der Spitze des Smartwatch-Marktes zu halten, kann diesem aber nicht wirklich zu einem Durchbruch verhelfen. Aber auch das Wachstum spezialisierterer Wearable-Produkte wie von Fitbit oder eben Jawbone lässt bislang zu wünschen übrig – wobei die Tendenz eher nach unten als nach oben zeigt.

Quelle: TechCrunch

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