Tapdo: Dieser Fingerabdruckscanner mit 20 Funktionen kommt aus Deutschland

Stefan Bubeck

Der Daumen startet die Musik und der Zeigefinger macht das Licht an – das Start-Up Tapdo aus Münster hat ein Wearable erfunden, dass diese Art der Bedienung verwirklicht. Jetzt auf Kickstarter.

Tapdo – Steuere Apps und smarte Geräte mit deinen Fingerabdrücken.

Die Idee hinter Tapdo ist eigentlich ganz simpel: An jeder Hand hat der Mensch fünf Finger mit jeweils individuellem Fingerabdruck – diese eignen sich also, um verschiedene smarte Aktionen auszulösen, indem man sie auf einen Fingerabdruckscanner legt, der entsprechende Anweisungen an ein Smartphone gibt. So wird die Hand zur multifunktionalen Fernbedienung. Das erinnert ein wenig an den „Lifehack“ fürs Macbook Pro mit Touchbar, wo unterschiedliche Finger zum Benutzerwechsel in Mac OS verwendet werden.

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Fingerabdruckscanner-Wearable: Tapdo ist der Shortcut zur Steuerung von Apps und Geräten

Tapdo besteht aus dem eigentlichen Scanner-Button und dem dazugehörigen Armband, womit man ihn am Handgelenk befestigen kann. Im Prinzip wie eine (augenscheinlich kompakte) Armbanduhr. Im Inneren befindet sich neben dem Fingerabdrucksensor auch ein ARM Cortex M4F Microcontroller inklusive Verschlüsselungsmodul, ein Vibrationsmotor sowie eine CR2032 Knopfzelle, die Energie für 6 Monate liefern soll. Die Anbindung ans Smartphone wird über Bluetooth Low Energy 4.2 realisiert.

Auf der jetzt gestarteten Kickstarter-Projektseite verspricht Tapdo „über 20 Funktionen“ – möglich ist das, weil der Scanner neben den Fingerspitzen auch den mittleren Fingerteil als Input interpretieren kann. Kontrolliert werden soll so alles Mögliche: Wecker stellen, einen Tweet senden, Spotify steuern, die eigene Position senden, Anrufe annehmen, ein Foto aufnehmen, eine Pizza bestellen, das Smart-Home-System Philips Hue aktivieren und vieles mehr. Die Entwickler sagen, sie freuen sich über weitere Ideen aus der Crowdfunding-Community.

Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 6. Mai 2017, das Ziel lautet 45.000 Euro einzusammeln. Tapdo soll zu einem Preis von 129 Euro ab September 2017 ausgeliefert werden. Für Unterstützer gibt es großzügige Rabatte.

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23 Kickstarter-Kampagnen, die so verrückt sind, dass es fast wehtut.

Tapdo hat Konkurrenz aus dem Smart-Home-Bereich

Tapdo macht auf uns einen guten Eindruck, vor allem die Vielzahl an Funktionen könnte das Wearable zu einer Art digitalen Zauberstab machen, der den Alltag erleichtert – wenn alles funktioniert und man sich an diese Art der Bedienung gewöhnt hat. Die Konkurrenz schläft nicht: Aus Berlin kommt die , aus Stockholm der – beides Hardware, die die Steuerung von Geräten des Alltags erleichtern soll.

Der Ansatz aus Münster ist erfrischend anders und mit einem Team aus „Physikern, Informatikern, Designer und Entrepreneuren“ ist das junge Unternehmen schon mal sehr gut aufgestellt. Die Kickstarter-Kampagne läuft super an, wir konnten innerhalb weniger Stunden einen Zuwachs von mehreren tausend Euro beobachten.

Quellen: Tapdo, Kickstarter, Gründerszene

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