Jelly: Das kleinste LTE-Smartphone der Welt erobert Kickstarter, Nachtschwärmer und Sportler

Rafael Thiel 3

Die Smartphones von heute sind gigantische Allrounder, die irgendwie alles können und dabei ein kleines Vermögen kosten. Doch braucht es dieses Gesamtpaket beim Sport? Wäre ein Modell mit den nötigsten Features nicht geeigneter für eine draufgängerische Nacht? Nun denn, für genau diese Szenarien ist Jelly da – das angeblich kleinste LTE-Smartphone der Welt.

Jelly: Das winzige Kickstarter-Smartphone.

Ein Smartphone für jede Lebenslage – dieser Satz lässt sich zweierlei auslegen: So gibt es die Interpretation, wonach ein Smartphone allen anfallenden Aufgaben und Hürden gerecht wird. Nach diesem Prinzip verfahren die meisten Hersteller und statten ihre Top-Modelle mit hochwertigen Kameras, brillanten Displays und Wasserdichtheit aus. Doch was wäre, wenn es tatsächlich ein Smartphone für ausgewählte Tätigkeiten gibt?

Verkaufsargument: Um Jelly wäre es nicht schade

Darauf zielt Jelly ab, ein aktuell auf Kickstarter wilderndes Miniatur-Smartphone. Das besondere an Jelly: Bei einem Kaufpreis von nur 59 US-Dollar wäre ein Verlust oder Schaden verkraftbar. Dennoch ist Jelly dazu in der Lage, die wichtigsten Aufgaben zu erfüllen – sei es Musik hören beim Sport oder Nachrichtenaustausch auf einem Festival. Die Entwickler beschreiben es recht treffend (Übersetzung von uns):

Jelly ist konzipiert, klein zu sein – das aber aus einem guten Grund! Während ein klobiges und teures Smartphone eigentlich nicht nötig ist, passt Jelly in die Münztasche der Hose.

An sich klingt das Konzept gar nicht mal so schlecht. Es kommt zwar nicht alltäglich vor, aber ab und an ist das neueste Galaxy-S-Modell tatsächlich ein bisschen überdimensioniert für das eigene Vorhaben. Wer braucht ein großes Display und fragiles Design, wenn er oder sie mit Freunden das Nachtleben frönt? Einfach, wie es die Entwickler sagen, Jelly ins Münzfach und sorgenlos losziehen.

Jelly-Mini-Smartphone-Kickstarter-Münztasche

Es versteht sich von selbst, dass Jelly nicht etwas für jedermann ist. Denn abgesehen von dem „halb so wild, wenn etwas passiert“-Gedanken, hat Jelly nicht viel zu bieten. Dank Android 7.0 Nougat sind zwar alle Softwarefeatures an Bord, die Hardware ist aber eher rudimentär: 432 x 240 Pixel bei 2,45 Zoll, ein unbenannter Quad-Core-Prozessor mit 1,1 GHz und je nach Ausführung 1 oder 2 GB RAM stellen vermutlich die Mindestanforderungen von Nougat dar. Aber immerhin ist eine 8-MP-Kamera an Bord und sogar eine 2-MP-Knipse für Selfies auf der Front hat es ins Budget geschafft. Ferner schließen sich Dual-SIM samt microSD-Slot, ein 950 mAh großer Akku, Bluetooth 4.0 und GPS dem Gesamtpaket an.

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23 Kickstarter-Kampagnen, die so verrückt sind, dass es fast wehtut.

Jelly: Schon über 100.000 US-Dollar bei Kickstarter eingenommen

Das Datenblatt haut niemanden vom Hocker, eventuell aber der Preis. Die Basisvariante ist schon ab 59 US-Dollar zu haben. Die Pro-Variante mit mehr Speicher kostet regulär 125 US-Dollar, im Rahmen der Kickstarter-Kampagne können sich Vorbesteller diese aber schon für 75 US-Dollar sichern. Es wird in den Farben Weiß, Blau und Schwarz angeboten.

Jelly-Mini-Smartphone-Kickstarter-Farben

Wie gesagt, nichts für jedermann, aber anscheinend überzeugend genug für einige: Bei Kickstarter hat Jelly binnen eines Tages über 100.000 US-Dollar eingenommen – das ausgerufene Ziel der Macher lag bei nur 30.000 US-Dollar. Interessanterweise gab es ähnliche Konzepte schon in den letzten Jahren, etwas das Micro X S240, die aber anders vermarktet wurden und scheiterten. Die ersten Jelly-Einheiten sollen schon im August 2017 Unterstützer erreichen, die Kampagne läuft noch bis Anfang Juni.

Quelle: Kickstarter via Liliputing

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