Kickstarter-Kampagne: ein Ring, sie alle zu knechten

Steffen Pochanke 2

Smartwatches und smarte Brillen wie Google Glass sind derzeit in aller Munde. Denn die sogenannten Wearables sind der aktuelle Trend und sie werden wohl immer stärker Einzug in unseren Alltag halten. Wer sich jedoch keine smarte Brille aufsetzen oder eine smarte Armbanduhr anlegen möchte, für denjenigen könnte „Ring“ das richtige Gadget sein.

Kickstarter-Kampagne: ein Ring, sie alle zu knechten

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei „Ring“ um einen Ring. Dieser wird mit dem Motto „Shortcut Everything“ auf Kickstarter beworben und soll es dank eingebauter Sensorik und ausgetüftelter Software ermöglichen, über Fingergesten zahlreiche Apps und Geräte zu steuern. Sogar Texteingabe soll damit möglich sein, wie das Präsentationsvideo eindrucksvoll zeigt:

Ring.
In dem Gadget steckt trotz seiner geringen Größe eine ganze Menge Technik: Bewegungs-/Berührungssensoren, LEDs, ein Vibrationsmotor und Bluetooth, damit sich der Ring mit einem Smartphone/Tablet verbinden kann. Die Ausführung der Gesten ist denkbar einfach: zunächst wird der Berührungssensor berührt und die danach ausgeführte Geste wird über Bluetooth an das verbundene Smartphone/Tablet übertragen und dort ausgewertet.

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Voraussetzung dafür, dass die Fernsteuerung per Ring funktioniert, ist natürlich kompatible Hardware. Hier liegt meiner Meinung nach der Knackpunkt: Zwar ist es dank eigener Ring-App, APIs und Standards kein Problem, Kompatiblität zu Apps wie Twitter, Facebook und Play Music herzustellen, bei Hardware sieht es aber oftmals schwierig aus. Doch auch hierfür möchten die Ring-Macher eine Lösung bereitstellen: Der sogenannte Ring-Hub soll dort helfen, wo die Ring-Software nicht kompatibel ist und Heimgeräte per WLAN oder Infrarot fernsteuern. Wie genau das aber funktionieren soll und wie weit die Entwicklung des Hubs ist, darüber geben die Macher aktuell keine Auskunft.

Weitere interessante Fakten zu Ring: das Gadget kommt in sechs verschiedenen Größen und ist kompatibel zu Smartwatches wie der Pebble und zu Google Glass. Mit einer Akkuladung sollen bis zu 1000 Gesten möglich sein und der nicht auswechselbare Akku soll 1000 Ladungen überstehen. Ring ist aktuell nur in Silber verfügbar, nicht wasserdicht und wurde für Rechtshänder entwickelt. Ob sich das Gadget auch von Linkshändern nutzen lässt wurde (komischerweise) nicht getestet.

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Nach knapp einer Woche haben die Macher schon weit mehr als das Doppelte des angepeilten Zielbetrages eingenommen, weshalb die Massenfertigung bereits gestartet wurde. Wer das Projekt bis Anfang April mit 165 Dollar + 15 Dollar Versand unterstützt, erhält im 3. Quartal 2014 den Ring inklusive Ladestation und -kabel.

Quelle: Kickstarter via Androidnextt3n

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