RePhone: Modulares Smartphone ab 12 US-Dollar sucht nach Kickstarter-Unterstützern

Kaan Gürayer 4

Der Startschuss von Googles Project Ara mag sich auf 2016 verschieben, dank Kickstarter soll aber noch dieses Jahr ein modulares Smartphone auf den Markt kommen: Auf der Crowdfunding-Plattform sorgt derzeit das Unternehmen Seed Studios für Furore, das mit dem sogenannten RePhone einen modularen Smartphone-Bausatz anbietet. Einzige Voraussetzung: Mindestens 12 US-Dollar und etwas Bastelgeschick. 

Rephone Kickstarter-Video.

Das anvisierte Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar haben die Macher hinter dem RePhone längst eingenommen: Aktuell befindet sich auf dem Konto der Crowdfunding-Kampagne über 130.000 US-Dollar – und dabei läuft die Finanzierungsrunde noch 31 Tage. Der große Erfolg dürfte auch dem erschwinglichen Preis geschuldet sein, denn das günstigste Einsteigerpaket für das Bastel-Smartphone schlägt mit gerade einmal 12 US-Dollar zu Buche.

Beim RePhone handelt es sich um ein Telefonmodul, das in zwei Varianten angeboten wird: einmal als GSM-Variante inklusive Bluetooth LE, einmal als UMTS-Modell ohne Bluetooth. Beide kosten 12 US-Dollar und lassen sich durch acht weitere Module im Funktionsumfang erweitern. Dazu gehören unter anderem ein Displaymodul mit einem 1,54 Zoll großen Touchscreen samt Farbdarstellung, ein NFC-Modul, ein GPS-Modul oder auch ein Modul mit integrierter Kamera. Die Module werden anschließend über ein Flachbandkabel miteinander verbunden. Alternativ lässt sich auch der Lotkolben zücken.

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Für Einsteiger eignet sich wohl das RePhone Kit Create am besten – ein Rundum-sorglos-Paket sozusagen, das wahlweise die GSM- oder die UMTS-Variante beinhaltet, ein Audio-Modul, das Touchscreen-Modul, einen 520 mAh-Akku sowie eine vorgestanzte, bemalbare Papphülle, um das DIY-Smartphone auch einkleiden zu können. Die Hülle erinnert ein wenig an Googles günstige VR-Brille Cardboard und unterstreicht noch einmal, dass sich das RePhone wohl weniger an Endkunden richtet, die einen preiswerten Ersatz für ihr Galaxy S6 oder andere Mobiltelefone suchen. Trotzdem: Das Konzept des Raspberry Pi, angewandt auf ein Smartphone, ist in jedem Fall interessant für Bastler und Technikinteressierte.

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RePhone mit Eclipse IDE und IFTTT

Diese können außerdem nicht nur an der Hardware ihres RePhones herumschrauben, sondern auch an der Software: Seed Studios haben angekündigt, ein volles SDK (Software Development Kit) für ihr modulares Smartphone anzubieten, das mit Eclipse für C und C++ verwendet werden kann. Darüber hinaus soll das RePhone nicht nur für simple Telefonanrufe genutzt werden, sondern dank IFTTT auch ein praktisches Helferlein für den Alltag werden. Wenn das kleine Gadget beispielsweise registriert, dass die Temperatur in den eigenen vier Wänden ansteigt, kann es den Hausbesitzer per SMS informieren oder als Alarmanlage fungieren, wenn das Rad gestohlen wird. Obendrein ist das RePhone mit der Pebble Time und der Arduino-Plattform kompatibel – der Phantasie der Programmierer sind kaum Grenzen gesetzt.

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Ab Oktober möchte Seed Studios die ersten RePhone Kits ausliefern. Ob das Unternehmen den ehrgeizigen Zeitplan wird einhalten können – immerhin sind Projekte auf Kickstarter und anderen Crowdfunding-Plattformen für so manche Verspätung bekannt – muss sich aber erst noch zeigen.

Rephone Kit bei Kickstarter, via: Curved

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