Skully: Kickstarter-Geld ging angeblich für Stripper und Urlaubsreisen drauf

Tuan Le 1

Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an Skully, ein ehrgeiziges Kickstarter-Projekt rund um den perfekten Motorradhelm. Basierend auf Android sollte der Helm nicht nur den Fahrer vor Schäden bewahren, sondern mittels eingebauter Kamera und integriertem Display die Wahrnehmung des Nutzers bei der Fahrt erweitern. Das Problem: Offenbar haben die Gründer des Projekts die Idee schon längst aufgegeben und das gesammelte Geld anderweitig „investiert“.

Skully: Kickstarter-Geld ging angeblich für Stripper und Urlaubsreisen drauf

Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ein Startup bietet potenziellen Investoren eine vielversprechende Idee, diese können sich durch die Zusicherung ihrer finanziellen Unterstützung Vorteile beim Erwerb der Produkte verschaffen - häufig erhalten sie etwa früher und deutlich günstiger Zugang zu den Waren, sobald die Idee realisiert worden ist.

Leider kommt es immer wieder dazu, dass fantastisch klingende Ideen zunächst sehr viele Unterstützer für sich gewinnen, nach erfolgreicher Finanzierung allerdings nie wirklich realisiert werden. Dazu zählt wohl auch Skully: Zuerst startete das Projekt vor zwei Jahren auf Kickstarter, wodurch vor allem unabhängige Investoren auf das Projekt aufmerksam wurden und in einer ersten Finanzierungsrunde bereits mehr als 11 Millionen US-Dollar hinblätterten. Dann verlagerte man die Aktivitäten zu Indiegogo. Dort sammelte man erfolgreich mehr als 2 Millionen US-Dollar, ließ die Kunden aber lange auf weitere Rückmeldungen bezüglich der Produktion des futuristischen Helms warten.

Skully gescheitert, Prozess enthüllt pikante Details

Schon im Mai dieses Jahres erklärte man auf Indiegogo, dass das Projekt unverzüglich eingestellt werden musste und das sich sämtliche Besitztümer und Ressourcen des Startups in den Händen eines nicht näher genannten Kreditgebers befinden. Die geprellten Unterstützer des Projekts dürften dementsprechend berechtigten Anlass zur Verärgerung haben, tatsächlich ist es aber aktuell eine ehemalige Mitarbeiterin des Unternehmens, die schwere Vorwürfe in einer Anklage erhebt.

Laut Isabelle Faithhauer hätten die Gründer Marcus und Mitchell Weller das von Investoren gesammelte Geld für einen ziemlich ausschweifenden Lebensstil ausgegeben. Neben dem Lamborghini, einem Audi R8, einer Dodge Viper und einigen Motorrädern habe man auch mehrere Apartments von dem Geld bezahlt - sowie eben Ausflüge in Strip Clubs.

Eine weitere vielsagende Anekdote: Im Herbst 2015, so Faithhauer, hätten Marcus und Mitchell Weller bei einem Ausflug auf die Bermudas festgestellt, dass ihnen Haiwaii doch besser gefiel - und kurzerhand eine neue Reise gebucht, natürlich erster Klasse. Obendrein verhielt sich Marcus Weller gegenüber Faithhauers autistischem Sohn unangemessen und bezahlte sie nie für Überstunden - wenig verwunderlich, dass sie kündigte und nun vor Gericht mit den Weller-Brüdern den Prozess ausfechtet.

Skully äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen, in jedem Fall haben aber die Unterstützer der Crowdfunding-Kampagnen das Nachsehen. Die Idee von Skully war definitiv genial - man sollte diese Geschichte aber als Mahnung verstehen und auf jeden Fall aufpassen, welchem Startup man sein Geld zur Verfügung stellt.

Quelle: The Next Web

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