LEGO-Displays: Google X-Labs entwickeln Bildschirme zum Zusammenstecken

Tuan Le 5

In den Laboren von Google X scheint abermals der Griff nach den Sternen gewagt zu werden: Ein neues Projekt soll Gerüchten zufolge zusammensteckbare Displays Wirklichkeit werden lassen. Ziel ist es, die Display-Module nahtlos miteinander zu einem einzigen großen Monitor verbinden zu können -- im Moment sieht es aber noch nicht danach aus, als würde die Technologie in absehbarer Zeit Marktreife erreichen.

Modulares Design scheint in Zukunft wichtiger zu werden. Genau genommen ist natürlich schon jetzt Project Ara in aller Munde, welches uns Smartphones mit austauschbarem Display, Prozessor und anderen Komponenten das perfekte und vor allem auch langfristig aktuelle Smartphone für jedermann verspricht. Die Google X Labs, sind der Sektor des Unternehmens, der für besonders ambitionierte Unterfangen wie Project Ara, Google Glass und Project Wing verantwortlich. Dort soll nun eine weitere spannende Erfindung in Arbeit sein: Mit dieser soll es möglich sein, einzelne Display-Module nahtlos zusammenzufügen und so Bildschirme nahezu beliebiger Größe nach dem LEGO-Prinzip zusammenzubauen, etwa um riesige Fernseher zu erstellen oder Leinwände für Messen aufzubauen.

Die Technologie birgt an sich so einige Vorteile: Unter anderem lassen sich mehrere kleine Display-Module erheblich leichter transportieren als ein einziger großer Bildschirm. Auch für Project Ara könnte die Technik unter Umständen interessant sein, etwa um auch auf der Rückseite des Ara-Geräts ein zweites, kleineres Display zu verbauen. Der Nutzer soll zudem flexibel verschiedene Grundformen mit den einzelnen Teilen formen können. Im Moment gibt es noch einige praktische Probleme, die der Realisierung der Idee im Weg stehen: Nicht nur, dass die Konstruktion von völlig randlosen Displays zur nahtlosen Verbindung ein schwieriges Unterfangen darstellt, auch die Synchronisierung der Module zur korrekten Anzeige eines einzelnen Bildes ohne jegliche Störungen oder Verzögerungen bei den Übergängen stellt die Entwickler vor eine große Herausforderung. In die Wege geleitet wurde das Projekt übrigens von Mary Lou Jepsen, die auch für das gescheiterte OLPC-Projekt mitverantwortlich war. Zu hoffen ist natürlich, dass das neue Vorhaben von mehr Erfolg gekrönt sein wird.

Zusammensteckbare Displays, wären diese etwas für euch? Nennt uns gerne eure Ideen, wie man eine solche Technologie nutzen könnte.

Quelle: Wallstreet Journal [via Android Magazin]

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