Lenovo: Smartphone-Portfolio ab 2014 auch in Deutschland erhältlich

Andreas Floemer 8

Der deutsche Smartphone-Markt erhält Zuwachs von einem neuen, nicht unbekannten Player: der chinesische Computerhersteller Lenovo, der eher durch seine tollen Notebooks der Reihen Idea- und ThinkPad bekannt ist. Zwar bietet Lenovo hierzulande schon Android-Tablets an, an den Smartphone-Markt traute man sich jedoch, trotz interessanter Modelle wie dem K900, nicht heran. Das wird sich 2014 ändern. 

Wie das Handelsblatt berichtet, habe Lenovo sich entschieden, auch in Deutschland den Smartphone-Markt zu betreten. Damit wird ab dem nächsten Jahr ein weiterer Hersteller den Markt um interessante Geräte bereichern, die es bislang lediglich im Heimatland China und einigen weiteren Ländern wie Russland und Indonesien gibt. Erstmals positiv fiel Lenovo im Zuge der CES 2013 in Las Vegas mit seinem 5-zolligen Full HD-Topmodell K900 auf, das als eines der ersten Smartphones über einen Chip mit Intels Clover Trail+-Plattform verfügte.

Unser Hands-On mit dem Lenovo K900 vom MWC 2013:

Weshalb das chinesische Unternehmen, das weltweit unter den Top 5 der Smartphone-Herstellern zu finden ist, sich bislang aus dem deutschen Markt zurückgehalten haben, hat einen Grund: In Unterschied zu anderen Ländern, ist der Smartphone-Vertrieb hierzulande noch recht fest in der Hand von Netzbetreibern. Der Vertrieb von Notebooks und Desktoprechnern ist hingegen leichter, da diese Gerätschaften über den Elektronikhandel abgesetzt werden. Um den Verkauf von Smartphones anzugehen, bedarf es indes eines neuen Vertriebs-Teams, das sich um den Kontaktaufbau zu entsprechenden Telekomunternehmen kümmern muss. Dieser Aufbau neuer Vertriebswege wird nun angegangen und soll bis zum nächsten Geschäftsjahr, das im April 2014 beginnt, auf die Beine gestellt sein, so Deutschland-Chef Stefan Engel.

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Auch wenn Lenovo sich den Beginn des nächsten Geschäftsjahres grob zum Ziel gesetzt hat, seine Smartphones auch in Deutschland an den Mann/ die Frau zu bringen – ein konkreter Verkaufsstart stehe laut Engel noch nicht fest, da es noch diverse organisatorisch Hürden zu bewältigen gebe. An den Produkten solle es nicht liegen, da diese bereits vorhanden seien – auch arbeite man daran, ein weiteres Werk in China aus dem Boden zu stampfen, in dem zukünftig Smartphones für den deutschen Markt produziert werden sollen. Somit dürfen wir uns nach den chinesischen Herstellern wie ZTE, Huawei und Oppo, die seit geraumer Zeit versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen, darauf freuen, dass mit Lenovo der Smartphone-Markt noch etwas bunter werden dürfte.

Quelle: Handelsblatt

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