Mit dem Moto G4 Plus hat Lenovo zwar bereits ein leistungsstarkes Mittelklasse-Smartphone im Angebot, rein äußerlich kann der in Kunststoff gekleidete 5,5-Zoller aber kaum Begeisterung entfachen. Dank seines edlen Metallgehäuses könnte das neue Moto M diese Scharte nun aber auswetzen. 

Der Trend zu hochwertigen Gehäusematerialien ist zunehmend auch in der Mittelklasse zu finden. Samsungs Galaxy-A-Serie geht beispielsweise mit einer ansprechenden Kombination aus Glas und Metall auf Käuferfang, aktuelle Smartphones von Huaweis günstiger Zweitmarke Honor können mit einem edlen Unibody aus Metall punkten. Mit dem Moto M könnte Lenovo den beiden Mitbewerbern nun folgen und ebenfalls im mittleren Preissegment auf erstklassige Materialien setzen.

Bislang wurde das Moto M noch noch nicht offiziell vorgestellt, wurde aber bereits bei der chinesischen Telekommunikationsbehörde TENAA zertifiziert. Den dortigen Unterlegen zufolge besitzt das Moto M ein 5,5 Zoll in der Diagonale messendes Full-HD-Display und hat darüber hinaus einen Akku mit einer Nennleistung von 3.000 mAh an Bord. Interessant: Das Gerät mit der Modellnummer XT1662 wurde bereits Mitte Juni im GFXBench gesichtet, gab sich dort allerdings als 4,6-Zoll-Smartphone zu erkennen.

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Unser ewig vorgetragener Hinweis, dass Benchmark-Tools die Displaydiagonale lediglich näherungsweise errechnen und damit oftmals falsch liegen, hat sich also einmal mehr bewahrheitet. Abgesehen davon darf man aber Benchmark-Einträgen durchaus trauen, weshalb das XT1662 den Informationen aus dem Juni zufolge einen 2,1 GHz starken Octa-Core-Prozessor von MediaTek an Bord hat, über 3 GB RAM und 32 GB internem Speicher verfügt. Die Hauptkamera knipst Fotos mit 16 MP, an der Front ist eine 8-MP-Kamera montiert. Zum Vergleich: Das Moto G4 Plus besitzt in der Basisvariante lediglich 2 GB RAM und 16 GB Speicher und auch die Frontkamera löst mit 5 MP vs. 8 MP geringer auf.

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Moto M: Fingerabdruckscanner auf der Rückseite

Abseits von den technischen Daten fällt der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite auf, der unter dem Kameramodul haust. Beim Moto G4 Plus war der Sensor noch unterhalb des Displays untergebracht, was angesichts der Tatsache, dass das Gerät keinen klassischen Homebutton besitzt und weiterhin auf Software-Tasten setzt, eine unnötige Platzverschwendung darstellte. Sowohl haptisch als auch ergonomisch dürfte das Moto M das Moto G4 Plus also deutlich in den Schatten stellen.

Noch ist nicht bekannt, wann Lenovo beziehungsweise die Tochterfirma Motorola das Moto M offiziell vorstellt. Eine Präsentation auf der IFA 2016 erscheint uns als zu früh, da das Gerät gerade erst zertifiziert wurde. Möglicherweise hält der chinesische Hersteller in nächster Zeit also ein eigenes Event ab, um das 5,5-Zoll-Smartphone der Welt zu präsentieren.

Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald neue Informationen vorliegen.

Quelle: Tech Droider, via SmartDroid 

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Moto G4 Plus im Hands-On: Erster Eindruck

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