Motorola: Moto G- und E-Reihe werden eingestellt, weitere Änderungen 2016 [Update: Dementi]

Kaan Gürayer 10

Ende eines Verkaufsschlagers: Wie Chen Xudong in einem Interview erklärte, wird sich Motorola in Zukunft auf High End-Smartphones konzentrieren und die Einsteiger- und Mittelklasse der hauseigenen „Vibe“-Reihe überlassen. Damit wird das populäre Moto G nicht mehr weitergeführt und findet nach drei Generationen sein Ende. Darüber hinaus äußerte sich ein Vice President von Lenovo zu den Plänen hinsichtlich Fingerabdruckscanner, Displaygrößen und Herstelleroberflächen. 

Update: Motorola hat sich mittlerweile geäußert und dementiert, dass das Moto G und Moto E eingestellt werden soll.

Das Jahr mag noch jung sein, dennoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass 2016 große Änderungen im Hause Motorola bringen wird. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Konzernmutter Lenovo die Marke „Motorola“ auslaufen lassen und alle zukünftigen Smartphones lediglich unter „Moto“ vermarkten möchte. Ein Interview mit Chen Xudong, seines Zeichens Vizepräsident von Lenovo, erlaubt nun weitere Einblicke in die Geschäftsstrategie des Konzerns.

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Größte Überraschung: Xudong zufolge solle sich Motorola zukünftig vornehmlich um die Smartphone-Oberklasse widmen, während Geräte mit Lenovos „Vibe“-Branding preisbewusste Käufer bedienen. Bedeutet im Umkehrschluss: Motorolas Moto G, beliebter Verkaufsschlager des Traditionsunternehmen, wird nach drei Modellgenerationen eingestampft. Gleiches gilt im Übrigen auch für die noch etwas tiefer angesiedelte Moto-E-Serie. Im laufenden Jahr plant Lenovo die Veröffentlichung von nicht weniger als 15 Smartphones, aufgeteilt auf die beiden Marken des Konzerns. Die Mobiltelefone, die unter „Moto“ firmieren, sollen darüber hinaus eine Displaydiagonale von mindestens 5 Zoll besitzen und einen Fingerabdruckscanner an Bord haben.

Was das Design der „Moto“-Smartphones angeht, versprach Xudong einen weiteren Feinschliff und dass die Geräte die Bedürfnisse von Kunden sowohl in westlichen als auch in asiatischen Märkten zufriedenstellen sollen. Zu guter Letzt kündigte der Hersteller an, an einer einheitlichen Herstelleroberfläche für seine beiden Marken zu arbeiten, die 2017 offiziell vorgestellt werden soll.

Lenovos zukünftige Geschäftsstrategie: Eine Analyse

Nachdem 2015 noch weitgehend ohne große Veränderungen über die Bühne ging und man fast den Eindruck hatte, als würde Motorola trotz Übernahme durch Lenovo komplett unabhängig agieren, greift der chinesische Konzern nun tatkräftig ins Motorola-Geschäft ein. Inwieweit sich die firmeninterne „Arbeitsteilung“ als kluger Schachzug erweist, muss sich aber erst noch zeigen: Lenovos „Vibe“-Reihe ist in westlichen Märkten nämlich kaum bekannt. Ob sich Käufer, die vorher zu einem Moto G gegriffen hätten, in Zukunft für ein Gerät mit „Vibe“-Branding entscheiden, ist zumindest fraglich.

Einige hochgezogene Augenbrauen dürfte auch die Ankündigung nach sich ziehen, dass es ab 2017 eine neue, einheitliche Herstelleroberfläche für Motorola und Lenovo geben soll. Seit der Übernahme von Google im Jahr 2011 hat sich Motorola mehr oder minder an Vanilla Android gehalten, was nicht nur der Performance der Geräte zugute kam, sondern auch schnellere Android-Updates ermöglichte. Lenovo auf der anderen Seite setzt traditionell auf ein stark angepasstes Android mit eigenem Launcher, App-Icons und dergleichen. Hier wird sich zeigen müssen, in welche der beiden Richtungen das neue UI tendiert.

Dass alle zukünftigen Moto-Smartphones mit einer Displaydiagonale von mindestens 5 Zoll aufwarten können und einen Fingerabdruckscanner besitzen, ist hingegen keine Überraschung – beide Merkmale gehören in der Oberklasse, um die sich Motorola ja vornehmlich kümmern soll, mittlerweile zum guten Ton. Laut der Aussagen des Lenovo-Offiziellen würden sich Geräte mit einer Displaydiagonale unter 5 Zoll nur in Europa gut verkaufen – bleibt zu hoffen, dass wir Europäer zumindest das eine oder andere Kompaktgerät der Vibe-Reihe erhalten werden.

Quelle: Tech Sina (chinesisch), via Android Authority, Digital Trends

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