PC-Markt: Verkaufszahlen steigen – Preise aber auch

Peter Hryciuk

Der PC-Markt entwickelt sich nach Jahren fallender Umsätze und Verkaufszahlen endlich wieder positiv. Besonders Unternehmen sorgen dafür, dass aktuell ein kleiner Aufschwung zu spüren ist. Der könnte durch höhere Preise aber abgewürgt werden.

PC-Markt: Verkaufszahlen steigen – Preise aber auch

PC-Markt: Unternehmen sorgen für steigende Verkaufszahlen

Während sich der PC-Markt in Deutschland bei Privatkunden kaum bewegt und sogar einen minimalen Verlust von 0,6 Prozent im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet hat, geht es bei den Unternehmen deutlich besser zu. Insgesamt um 9 Prozent ist der Markt bei Firmen-PCs gestiegen. Unternehmen verbinden den Wechsel auf Windows 10 gleich mit neuer Hardware und kaufen dementsprechend auch neue PCs. So konnte sich der Markt in Deutschland insgesamt um 4,3 Prozent auf 3,23 Millionen verkaufte PCs erholen.

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Preise für PCs werden steigen

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass die Preise für Arbeitsspeicher in den letzten drei Monaten erheblich gestiegen sind. In den kommenden Monaten werden die Preise aber nicht nur für Arbeitsspeicher steigen, sondern auch Displays und Akkus. Diese Preisaufschläge, die sich innerhalb der kurzen Zeit sehr intensiv entwickelt haben (beim RAM 30 Prozent), werden die Hersteller natürlich auch zeitnah an ihre Kunden weitergeben. Da ist es fast schon beiläufig zu erwähnen, dass auch der starke US-Dollar in den letzten Monaten bereits für steigende Preise gesorgt hat. Im Endeffekt werden PCs, Laptops und Tablets in absehbarer Zeit etwas mehr kosten.

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Lenovo ist dabei weiterhin die Nummer 1 auf dem PC-Markt mit einem Marktanteil von etwa 25 Prozent. Dahinter folgt HP mit etwa 20 Prozent und Acer mit etwas mehr als 12 Prozent. Viele Privatkunden und Unternehmen haben in letzter Zeit vermehrt auf Smartphones gesetzt und ihre PCs und Laptops nicht mehr so häufig erneuert. Das zeigt sich auch weiterhin in den Zahlen. Einen PC-Boom kann man die aktuelle Situation nicht nennen, eher eine Erholung. Wenn die Preise steigen, könnte das Interesse an einem Neukauf wieder sinken.

Quelle: Pressebox Gartner via heise

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