Strategiewechsel: Motorola wird zu Lenovos wichtigster Smartphone-Marke

Tuan Le

Kurios: Nach der Firmenübernahme von Motorola durch Lenovo Anfang vergangenen Jahres wird nun das Ende von Lenovo Mobile verkündet – zugunsten des Motorola-Brandings. Während unter dem renommierten Namen vorrangig High End-Smartphones für den internationalen Markt vertrieben werden sollen, wird die ZUK-Brand offenbar als Start-Up zum Vertrieb von Smartphones über das Internet aufgebaut werden, so lauten derzeit die Berichte chinesischer Medien.

Strategiewechsel: Motorola wird zu Lenovos wichtigster Smartphone-Marke

Lenovo setzt in Sachen Smartphones alles auf eine Karte und verlagert die Präsenz auf dem mobilen Markt auf den nach wie vor renommierten Namen Motorola: Während andere Abteilungen wie zum Beispiel die erfolgreiche Notebook-Sparte von der Veränderung unberührt bleiben, wird es somit in Zukunft wohl keine weiteren Smartphones unter dem Namen Lenovo mehr geben, wie chinesische Medien derzeit berichten. Damit war im Grunde genommen bereits zu rechnen, denn als der 2,91 Milliarden US-Dollar schwere Deal im Januar 2014 abgeschlossen wurde, hatte der chinesische Konzern vor allem die Reputation von Motorola als triftiges Kaufargument im Hinterkopf. Laut Medienberichten hat der Lenovo Senior Vice President und ZUK-Chef Chen Xudong offiziell verlauten lassen, dass Lenovo Mobile fortan unter dem Namen Motorola agieren soll, während als zweite Marke die ZUK-Brand aufgezogen wird: Mit dem ZUK Z1, einem Budget-Smartphone mit starkem Akku und hochwertigem Design, das international mit CyanogenMod vertrieben wird, konnte das von Lenovo ins Leben gerufene Start-Up ZUK bereits Aufmerksamkeit auf sich ziehen und wird künftig vor allem durch gezieltes Online-Marketing à la OnePlus und Xiaomi Smartphones verkaufen.

Motorola für High End-Smartphones reserviert

Primär will Lenovo mit diesem Schritt wohl den guten Namen von Motorola, gerade im asiatischen Raum, stärker ausnutzen und dementsprechend auch vorrangig qualitativ hochwertige Smartphones unter dem Branding auf den Markt bringen. Derartige Ankündigungen machte der Lenovo CEO Yang Yuanqing bereits im März 2014 nach der Übernahme von Motorola. Dabei ist es keineswegs der Fall, dass die ZUK-Smartphones bezüglich der Hardware-Ausstattung unbedingt schlechter sein müssen, doch grundlegend werden sich die Vertriebskanäle und insbesondere die Art der Vermarktung der beiden neuen mobilen Abteilungen des Lenovo-Konzerns wohl grundlegend unterscheiden. Bislang mussten die Chinesen seit der Übernahme von Motorola einige Verluste im mobilen Sektor hinnehmen und es bleibt abzuwarten, ob die Namensänderung daran viel ändern wird.

Quelle: Xiaomi Today via Phone Arena

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