Virtual Reality: Lenovos erstes Headset ist ein Preisbrecher

Stefan Bubeck

Oculus Rift und HTC Vive bekommen ernst zu nehmende Konkurrenz: Lenovo zeigt auf der CES 2017 ein superleichtes und hochauflösendes VR-Headset für wenig Geld.

Virtual Reality: Lenovos erstes Headset ist ein Preisbrecher
Bildquelle: Edgar Alvarez, Engadget.

Virtual Reality ist noch immer der Hype der Stunde, das „nächste große Ding“ der Tech-Welt – allerdings fehlt es wohl noch an Schwungkraft, um sich endlich auf dem Massenmarkt durchzusetzen. Vielleicht zeigt jetzt der größte PC-Hersteller der Welt seinen Konkurrenten, wie es richtig geht: Die ersten Informationen zu Lenovos Eintritt in den Markt des Virtual-Reality-Zubehörs lassen auf jeden Fall aufhorchen.

Hohe Auflösung und niedriges Gewicht

Einen eigenen Markennamen hat das Gadget noch nicht, die US-Nachrichtenseiten Engadget und The Verge sprechen beide einfach nur von Lenovos „erstem VR-Headset“. Die technischen Eckdaten klingen gut: Mit einem Gewicht von nur 350 Gramm unterbietet Lenovo die bereits erhältlichen Geräte Playstation VR (610 Gramm), HTC Vive (555 Gramm) und Oculus Rift (470 Gramm) deutlich, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirken sollte.

In Sachen Design geht Lenovo einen ähnlichen Weg wie Sony mit der Playstation VR: Statt das Headset wie eine Taucherbrille seitlich um den Kopf zu schnallen, ist es eher eine Art Bildschirm, der vom Stirnband getragen wird. Die resultierende Gewichtsverteilung auf der Stirn hat unser Redakteur Martin Eiser bereits beim Playstation-VR-Test als Vorteil vermerkt.

Zwei OLED-Panels stellen jeweils 1.440 mal 1.440 Bildpunkte dar, auch hier zieht Lenovo an den Mitbewerbern vorbei (Oculus Rift: 1.080 mal 1.200 Bildpunkte pro Auge). Softwareseitig setzt Lenovo auf Microsofts Windows-Holographic-Plattform, die mit dem für das Frühjahr 2017 erwartete „Creators Update“ fester Bestandteil des Betriebssystems werden soll.

Außen sind zwei Kameras angebracht, so sollten theoretisch auch Mixed-Reality Anwendungen wie bei Microsofts HoloLens umsetzbar sein. Die beiden Kameras dürften zudem eine wesentliche Rolle beim Thema Tracking spielen – anders als beispielsweise HTCs Vive soll Lenovos Headset ohne zusätzliche Hardware auskommen, die im Raum aufgestellt werden muss. Die Steuerung der VR-Anwendungen wird voraussichtlich über Zubehör von Drittherstellern erfolgen, noch hat Lenovo selbst zumindest nichts passendes vorgestellt.

Das Lenovo Headset soll „im Laufe des Jahres“ erscheinen und bringt dann ein sehr attraktives Preisschild mit sich: Es soll maximal 400 Dollar kosten, Lenovo stellt gar einen Preis in Aussicht, der in Richtung 300 Dollar gehen könnte. In Kürze sollen auch HP, Dell, Asus und Acer günstige VR-Headsets vorstellen. Dann gibt es endlich eine größere Auswahl und günstige Preise.

Quellen: Engadget, The Verge

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