Android-Ransomware befällt Smart-TV von LG

Florian Matthey 3

Ransomware ist ein Problem, das bisher vor allem Windows-Benutzer betrifft. Jetzt haben Erpresser jedoch einen LG-Fernseher mit Google TV außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise konnte LG aber helfen.

Android-Ransomware befällt Smart-TV von LG

Ransomware: Ein dreistes Geschäft

Das Konzept von „Ransomware“ ist ebenso simpel wie dreist: Angreifer schleusen Malware auf einen Rechner ein, die dann wichtige auf diesem gespeicherte Daten verschlüsselt. Der Rechner zeigt dann eine Forderung nach „Lösegeld“ an: Nur, wenn der Betroffene die Summe zahlt, geben die Angreifer die Daten wieder frei.

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Android-Ransomware befällt Google TV

Ein Familienmitglied des Entwicklers Darren Cauthon ist jetzt Opfer eines solchen Angriffs geworden. Allerdings nicht mit einem PC, sondern mit einem Smart TV von LG. Solche Fälle waren bisher nicht bekannt. Der Fernseher arbeitet mit dem mittlerweile wieder eingestellten, auf Android basierenden Betriebssystem Google TV – für das Angreifer offenbar einen mit dem Lockscreen-Trojaner FLocker präparierten Media-Player verbreiten.

Wie auf einem Android-Smartphone sorgt FLocker dafür, dass der Benutzer gar nicht mehr über den Lockscreen, also den Startbildschirm des Fernsehers, hinauskommt. Das Gerät zeigt dann eine gefälschte „FBI“-Warnung mit der Aufforderung, 500 US-Dollar zu bezahlen, an.

LG konnte Abhilfe schaffen

Cauthon konnte den Trojaner auch durch einen Reset des Fernsehers nicht entfernen. Er kontaktierte dann aber den Hersteller, der nach einigem Hin und Her auch Abhilfe schaffen konnte: LG erklärte, wie sich ein „Hard Reset“ auf die Werkseinstellungen durchführen lässt. Cauthon erklärt die Einzelheiten in einem YouTube-Video: Nach dem Einschalten müssen Benutzer auf der Fernbedienung „Einstellungen“ und „Programm-Minus“ zusammen drücken, dann „Wipe Data“ auswählen, warten und neu starten.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Ransomware nicht weiter auf weitere Geräte ausbreitet. Was die Verschlüsselung persönlicher Daten betrifft, können Benutzer zusätzlich zu den bekannten Anti-Malware-Apps dadurch Vorkehrungen treffen, dass sie Backups erstellen – dann ist eine ungewollte Verschlüsselung nicht mehr ganz so tragisch.

Quelle: via Heise

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