LG Display-Roadmap: Bis 2015 biegbare Smartphones, bis 2017 roll- und faltbare Geräte

Tuan Le 5

LG hat eine Roadmap für seine Display-Produktentwicklung veröffentlicht und betrachtet demzufolge flexible Displays als die Kern-Technologie der nahen Zukunft. Nicht nur, dass 2015 bereits die ersten biegbaren Smartphones auf den Markt kommen sollen. Bis 2017 will der Hersteller auch zusammenrollbare Geräte anbieten - womöglich Tablets oder gar ganze Fernseher.

LG befindet sich in einem stetigen Konkurrenzkampf um innovative Technologien mit Samsung – anders als Apple orientiert sich LG allerdings gelegentlich am südkoreanischen Kollegen, was sich unter anderem bei der Display-Entwicklung zeigt. Mit dem LG G Flex (Test) nahm das Unternehmen die Initiative in Sachen gebogener Displays in die Hand und brachte eines der ersten für den Verbrauchermarkt gedachten Geräte mit P-OLED-Screen auf den Markt – kurz nach Samsung mit dem Galaxy Round, welches letztlich doch früher in Südkorea erschien. So wirklich erfolgreich waren zwar beide Geräte nicht, doch LG lässt sich davon nicht beirren: Wie in der nun vorgestellten Roadmap ersichtlich wird, arbeitet man bereits daran, im kommenden Jahr biegsame Smartphones auf den Markt zu bringen. Neben den benötigten Display-Panels stehen auch schon die dazugehörigen flexiblen Akkus seit einiger Zeit bereit, wobei der Nutzen hinter einem biegsamen Gerät noch hinterfragt werden kann.

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Samsung hatte bereits 2013 in der hauseigenen Roadmap für 2015 faltbare Displays angekündigt. Es erscheint nicht abwegig, dass LG hier mit einem eigenen Produkt eine passende Alternative, vor allem für den hart umkämpften Markt in Südkorea, anbieten möchte. Man geht jedoch sogar noch einen Schritt weiter und hat für 2017 bereits zusammenrollbare Displays angekündigt. Damit könnten Tablets im Hosentaschenformat Wirklichkeit werden, ebenso könnte sich zum Beispiel ein 50-Zoll-Fernseher problemlos aufrollen und verstauen lassen.

LCD-vs-Glass-OLED-vs-Plastic-OLED_old

Für LG stellen die Plastic-OLEDs (P-OLED) das Zentrum der Display-Technologie der Zukunft dar. Anders als reguläre LCDs besitzen OLEDs eine erheblich weniger komplexe Struktur, sind viel dünner und erlauben so die Konstruktion von besonders schlanken Geräten. Die Plastic-OLED-Technologie hat zudem gegenüber den regulären Glas-OLEDs den Vorteil, dass durch die Verwendung eines speziellen Polycarbonats anstelle von Glas noch schlankere Panels möglich sind. Bislang war die Hitzeentwicklung ein limitierender Faktor, doch durch eine neue Zusammenstellung des Materials ist es LG gelungen, einen geeigneten hitzebeständigen Kunststoff für die P-OLEDs zu entwickeln.

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Die Technologie bietet aber noch weitere Vorteile: So lassen sich enorm schlanke Displayrahmen damit realisieren und nicht zuletzt ist man beim Formfaktor auch sehr flexibel, wie etwa am Beispiel der LG G Watch R mit einem runden Plastik-OLED zu sehen ist. Neben Smartphones und Tablets sollen auch Wearables und sogar Hardware für die Automobil- und Fernsehindustrie von den flexiblen neuen Displays profitieren.

Habt ihr Interesse an Geräten mit flexiblem Display? Eure Meinung dazu könnt ihr gerne unten in den Kommentaren schreiben.

Quelle: LG [via G for Games]

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