LG: Flexible Batterien für Geräte von morgen

Andreas Floemer 4

LG Chem, die Akkusparte des südkoreanischen Elektronik-Herstellers, hat am gestrigen Dienstag einen weiteren Baustein für zukünftige flexible Devices und sogenannte Wearables, also Smartwatches, Brillen oder Jacken mit eingebauten Displays, offiziell vorgestellt. Die Rede ist von neuen Akkus, die perfekt für gebogene und sogar flexible Gadgets geeignet sein sollen.

LG hat erst vor wenigen Tagen angekündigt, dass das Unternehmen ein Smartphone mit gebogenem Display vorstellen wird und damit Samsung nacheifert, die bereits am heutigen Mittwoch ihr Galaxy Round offizielle gemacht haben. Das benötigte Display für das eigene gebogene Smartphone, das angeblich beinahe wie eine Banane geformt sein soll, befinde sich einer Pressemeldung des Herstellers zufolge, schon in der Massenproduktion, sodass mit einer baldigen Vorstellung zu rechnen sein dürfte. Ferner wurde ebenso angekündigt, dass der für das Gerät benötigte gekrümmte Akku ebenfalls bereits in rauen Mengen hergestellt werde.

Mit der bei diesem neuen Energiespeicher zum Einsatz kommenden Technologie können Akkus gestuft und gefaltet werden – damit sei es es möglich, selbst gebogene Akkus herzustellen, die sogar in Smartwatches, Brillen und anderen tragbaren Gadgets verbaut werden können. Der Energieriegel, der im LG G2 (Test) zum Einsatz kommt, darf somit quasi als Vorstufe der nächsten Akkugeneration verstanden werden — denn der im aktuellen LG Topmodell befindliche Akku ist bereits gestuft konstruiert, sodass selbst eigentlich „toter Raum“ unter dem Gehäusedeckel besser ausgenutzt werden kann – auf diesem Weg konnte eine Kapazitätssteigerung von 16% erzielt werden, was laut Hersteller eine erhöhte Benutzungsdauer von mehr als drei Stunden bedeutet.

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Um zu demonstrieren, wer im Batterie-Geschäft die Nase vorn hat, präsentierte LG zudem einen Kabel-Akku, der sich zusammenknoten lässt und noch besser für zukünftige Smartwatches und dergleichen prädestiniert sei – diese Energiespeicher können sogar in Armbändern Platz finden. Darüber hinaus seien diese Akkus wasserfest und würden selbst bei andauernder Belastung kaum Hitze entwickeln. Diese Technologie ist nach Angaben LGs jedoch noch nicht marktreif, erste Produkte werden wohl erst in einigen Jahren erhältlich sein.

Quelle: engadget

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