LG G Watch Test: So viel Potential

Jens Herforth 6

So ganz heimlich hat sich dann auch ein Test über das neue Wearable System von Google eingeschlichen. Android Wear ist in einer frühen Phase - in einer sehr frühen. Apps kommen erst, der Mehrwert einer Smartwatch ist aus meiner Sicht noch nicht gegeben, ich erkenne aber das (massige) Potential! Mit der App „Wear Camera“ kann das Bild der Kamera auf die Smartwatch projiziert werden.

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Leider bremst die Verbindung via Bluetooth eine flüssige Darstellung und die App nutzt bisher eine eigene Kamera-App anstatt auf die Smartphone-App zuzugreifen. Runtastic oder Tinder starten nicht immer, die eingebaute „Fit“ App zeigt nur meine Laufstrecken an und der Compass bewegt sich auch hin und her, selbst wenn ich die Uhr auf den Tisch lege.

Dazu kommen weniger intuitive Bedienmöglichkeiten, um auf die installierten Apps zu kommen muss ich vier(!) mal herumtippen und Befehle wie „schreib einen Tweet“ werden vom System nicht erkannt. Stattdessen muss es „Starte einen Tweet“ heißen - aber darauf hätte ich ja auch gleich kommen können! Zu guter Letzt erkennt die Spracherkennung nicht immer den Unterschied zwischen deutschen und englischen Wörtern. Runtastic oder Tinder wollten nur starten, wenn ich sie auch „deutsch“ ausspreche. Hier sollte noch etwas Feintuning geschehen.

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LG G Watch Fazit

Fazit

In der LG G Watch steckt ein kräftiger Prozessor drin und trotzdem ruckelt es wenn man bestimmte Apps beendet oder durch das Menü wischt. Nicht massiv, aber man merkt es. Das App-Ökosystem steckt noch in den Kinderschuhen und es gibt bis auf eine kleine Auswahl noch keine Möglichkeit ordentliche Watchfaces (Uhren Designs) zu wählen.

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Dafür werden mittlerweile Benachrichtigungen mit dem Smartphone Synchronisiert, die App „Android Wear Mini Launcher“ bietet einen ordentlichen Schnellzugriff auf Apps (und der Helligkeitseinstellung) und der Akku hält bei humaner Nutzung doch ordentlich.

Early Adopter werden Spaß mit der G Watch haben, wer einen echten Mehrwert sucht, könnte für einen Preis von 200€ aber doch etwas enttäuscht sein. Jedenfalls bis jetzt - Das Android Ökosystem ist schnelllebig und viele Entwickler haben auf der Google I/O direkt eine Smartwatch bekommen um Apps zu bauen. Bis zum Herbst könnte es da eine ordentliche Auswahl geben. Spätestens wenn alle größeren Apps eine offizielle Android Wear Integration haben, könnte es langsam interessant werden.

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