LG stellt stärkere Akkus in Sechseckform für Smartwatches vor

Rafael Thiel 2

Ein kleines Gadget am Handgelenk kann den Alltag ungemein bereichern – bis der Saft ausgeht. Die Smartwatches von heute haben, wie im Grunde auch die Smartphones, mit einem Problem zu kämpfen: der Akkulaufzeit. Um den begrenzten Platz in runden Uhrengehäusen besser ausnutzen zu können, hat LG an hexagonalen Energiespeichern geforscht und mittlerweile sogar ausgereift. Die sechseckigen Akkus sollen in „kommenden Smartwatches“ verbaut werden und laut LG 25 Prozent länger durchhalten.

LG stellt stärkere Akkus in Sechseckform für Smartwatches vor

Für einen runden Akku hat’s noch nicht gereicht, aber zumindest waren sechs anstatt der herkömmlichen vier Ecken drin. Wie ein Sprecher von LG Chem am gestrigen Sonntag verkündete, habe man damit begonnen, die neuen Akkus an diverse Hersteller zu verkaufen. Das sei das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit einem führenden Technologie-Unternehmen, heißt es weiter. Um welche Firma es sich dabei handelt, wurde aufgrund eines Geheimhaltungsvertrags nicht kommuniziert. Von anonymen Quellen heißt es, dass zumindest Apple definitiv kein Partner bei der Entwicklung gewesen sei.

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Allerdings könnte der iPhone-Hersteller zum Kunden avancieren. Denn das Versprechen, dass LG macht, klingt schließlich auch äußerst verlockend: Der hexagonale Akku, der in einer unternehmenseigenen Fabrik in Nanjing (China) produziert wird, soll die Laufzeit um bis zu vier Stunden verlängern und die Energieeffizienz um 25 Prozent steigern, da der Platz in einem runden Smartwatch-Gehäuse besser ausgenutzt werden kann. Die ersten Modelle, die sich den neuartigen Akku zunutze machen, sollen noch in diesem Jahr von auf den Markt kommen.

Davon abgesehen forscht LGs Chemiedivision auch an gekrümmten, eingebeulten und verdrahteten Akkus. Schon 2013 hatte LG als erstes Unternehmen einen gestuften Akku auf den Markt gebracht, verpackt im LG G2, und kündigte seinerzeit weitere Variationen an. Der Konzern nennt diese Energiespeichertypen „Free-Form-Batteries“ und rechnet mit einer hohen Nachfrage. Allein schon den hexagonalen Akku dürften einige Unternehmen ins Auge gefasst haben; bis 2020 sollen laut der Marktforschungsfirma Gartner über 100 Millionen Smartwatches verkauft werden.

Quelle: Korea Times

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