LG beeindruckt mit einem flexiblen 77-Zoll-OLED-Display, das transparent ist und sich platzsparend aufrollen lässt. Es sieht zwar atemberaubend aus, aber wozu könnte es gebraucht werden?

Die Diagonale des neuen OLED-Displays von LG entspricht knapp 2 Meter. Doch die Größe ist nicht mal das Besondere am Bildschirm. Es bringt noch zwei weitere Eigenschaften mit, die weitaus interessanter sind: Es ist transparent und biegsam.

2 Meter Display zum Aufrollen

Das Monster-Display lässt sich wie ein Poster aufrollen und mitnehmen. Bis zu einem Radius von 80 mm lässt es sich aufrollen, ohne das die Pixel Schaden nehmen. Zusätzlich haben die Ingenieure es geschafft, dass das gesamte Panel zu 40 Prozent transparent ist. Dieser Wert entspricht dem von getönten Scheiben in Autos. Science-Fiction-Fans könnte der Prototyp an Szenen aus Blade Runner erinnern, der im futuristischen L.A. spielt.

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Das Display lässt sich biegen und aufrollen. Quelle: LG Display

Einsatz als Werbeplakat

Das Display hat eine 4K-Auflösung von 3840x2160 Pixeln und soll vor allem zur Darstellung von Werbeanzeigen genutzt werden. Dieser „Digital Signage“ genannten Bereich soll in Zukunft die normalen Werbeplakate ablösen. Panels dieser Größe sind normalerweise sehr schwer zu transportieren und nur durch modulare LED-Systeme zu erreichen. Die kennt man vor allem von Fanmeilen und Konzerten. Für den Privatgebrauch dürften solche Displays noch viel zu teuer sein und sich eher ein etwas kleineres Modell eignen:

Vorerst nur eine Machbarkeitsstudie

Bei der Entwicklung des Displays wurde LG von der südkoreanischen Regierung unterstützt. Dort ist man beim Thema Digital Signage offenbar technisch experimentierfreudig: So stellt sich LG seinen Bildschirm in einem Bekleidungsgeschäft vor, bei dem sich Käufer Klamotten virtuell anziehen können, oder als Ersatz eines Plakats im Schaufenster. Aber auch für smarte Schreibtische und die Autoindustrie könnte das rollbare Display interessant sein.

Ob und wann mit einer Serienproduktion zu rechnen ist, gibt LG bisher nicht an.

Quelle: LG, via: Computerbase