LG zeigt Smartphone-Prototypen mit dreiseitigem Display [CES 2015]

Martin Malischek 8

LG hat neben dem gebogenen G Flex 2 noch ein weiteres Smartphone mit einer besonderen Displayform in petto, bei dem es sich aktuell aber nur um einen Prototyp handelt. Das Gerät besitzt einen um die Seiten gelegten Bildschirm, auf dem zusätzliche Informationen angezeigt werden können. Der Ansatz besitzt zweifelsohne eine gewisse Ähnlichkeit zu Samsungs Galaxy Note Edge, bei dem das Display jedoch nur um eine Gehäuseseite gelegt worden ist. 

LG zeigt Smartphone-Prototypen mit dreiseitigem Display [CES 2015]
Bildquelle: The Verge.

LG traut sich weiter in die Gefilde gebogener Displays als nur mit dem G Flex 2 und zeigt auf der CES 2015 hinter verschlossenen Türen ein dreiseitiges Smartphone mit einer Bildschirmdiagonale von 6 Zoll. Beim LG-Smartphone mit Active Bending OLED-Display wird zwar eine gebogene Bildschirmseite mehr als bei Samsungs Galaxy Note Edge angeboten, die Auflösung beträgt jedoch lediglich 1.280 x 720 Pixeln. Beim 5,6 Zoll-Bildschirm des Galaxy Note Edge sind es 2.560 x 1.440 Pixel, also WQHD-Auflösung.

LG zeigt hinter verschlossenen Türen dreiseitiges Smartphone

Dennoch konnte das Display die Kollegen von The Verge überzeugen, der Kontrast liegt nämlich bei 100.000:1 und bietet so nicht nur ein tiefes Schwarz, sondern auch starke Farbkontraste. Beim dreiseitigen Smartphone können auf beiden Seiten Widgets und App-Verknüpfungen angelegt werden, die sich separat und unabhängig vom Hauptbildschirm bedienen lassen. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich diesem LG-Smartphone mit seinem um beide Gehäuseseiten geschwungenen Display nur um einen Prototyp – wann erste Geräte mit der „Active-Bending“-Technologie in Massenproduktion gehen werden, gab her Hersteller nicht bekannt. Angesichts des raschen Fortschritts, den LG beim G Flex und G Flex 2 an den Tag gelegt hat, könnten wir zur CES 2016 vielleicht schon ein finales Produkt mit höherer Bildschirmauflösung zu Gesicht bekommen.

Ob die mehrseitigen Smartphones auch von den Nutzern so positiv wie von den Unternehmen aufgegriffen werden, kann natürlich noch nicht gesagt werden. Ein gewisser Grad an Neugier oder Interesse ist auf jeden Fall vorhanden: So kamen schnell über 120.000 Nutzer-Stimmen für das Galaxy Note Edge von Samsung zusammen, damit es auch in Deutschland in den Handel kommt. Ein Vorteil könnte beispielsweise die „ungestörte“ Ansicht von Videos auf dem Hauptbildschirm der Geräte sein, denn die Bedienelemente könnten auf die obere und untere geschwungene Bildschirmkante ausgelagert werden. Einen weiteren Vorteil stellt die Möglichkeit dar, Benachrichtigungen auf den seitlichen Display-Partien einzublenden, denn hiermit ginge eine Energieersparnis einher, da der (Haupt-)Bildschirm, der bekanntlich einer der großen Stromfresser ist, deaktiviert bleibt.

Bilderstrecke starten
11 Bilder
Top 10: Die beliebtesten TV-Soundbars in Deutschland.

Samsung & LG mit gebogenen Displays: „The next big thing“?

Scheinbar sind aus Sicht von einigen Herstellern flexible Displays und abgerundete Bildschirmkanten das nächste große Ding: Im November 2014 kündigte Samsung an, bis Ende dieses Jahres genug flexible Displayeinheiten herstellen zu können, um Smartphones mit mehrseitigen Displays in großen Mengen anzubieten. In Zahlen seien laut Lee Chang-hoon, Vizepräsident des Samsung Strategie-Teams, Produktionsmargen von 30.000 bis 40.000 flexible Displayeinheiten pro Monat vorgesehen.

Mehr von der CES 2015? GIGA ANDROID ist live vor Ort in Las Vegas. Videos, News und mehr findet ihr auf unserer Event-Seite.

Quelle: The Verge

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* gesponsorter Link