LG zeigt ultraflexible P-OLED-Displayeinheiten

Rafael Thiel 2

Das LG G Flex 2 mit seinem gekrümmten Korpus und entsprechend geformten Display war ohne Zweifel eines der Highlights auf der diesjährigen CES in Las Vegas. Der Chemiesparte des Konzerns ist es mittlerweile sogar gelungen, nahezu gänzlich verformbare Displayeinheiten zu entwickeln, die schon im Juli dieses Jahres in die Massenproduktion gehen sollen. 

Dem Tochterunternehmen des Mutterkonzerns LG Chem Ltd. ist es einem Bericht zufolge gelungen, die eigenen flexiblen P-OLED-Displays noch einmal zu verbessern. Während die Bildschirmeinheit des jüngst vorgestellten LG G Flex 2 noch lediglich einen Biegeradius von 75 Millimetern standhält, unterstützt die weiterentwickelte Technologie einen Biegeradius von 30 Millimetern. Das ermöglicht gänzlich neue Produktkategorien, deren Displays sich an nahezu jede Form anpassen können.

Die Flexibilität dieser OLED-Panels rührt daher, dass anstatt der üblicherweise Verwendung findenden Glasschichten nunmehr ein spezieller Polycarbonat-Kunststoff zum Einsatz kommt. Damit steigt obendrein auch die Widerstandsfähigkeit der Displayeinheit gegenüber Stürzen und anderen äußeren Krafteinwirkungen.

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Der Hersteller hat es zudem geschafft, trotz der gesteigerten Verformbarkeit nicht zu viel an Energieeffizienz, Leuchtstärke und Farbwiedergabe einzubüßen. Das neue P-OLED-Panel kann mit einer maximalen Helligkeit von 75 Lumen, einer Effizienz von 60 Lumen pro benötigtem Watt, einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin und einem Farbwiedergabeindex von über 85 aufwarten – alles durchaus brauchbare Werte.

Die flexible Bildschirmeinheit soll im Juli 2015 in die Massenproduktion gehen und könnte uns dieses Jahr schon in einem stärker biegbaren Smartphone LGs Flex 2 oder einer Smartwatch begegnen – das sieht auch die Roadmap LGs für 2015 vor. Auf der CES führte das Unternehmen bereits ein dreiseitiges Smartphone-Konzept hinter verschlossenen Türen vor. Bei rollbaren respektive faltbaren Bildschirmen müssen wir uns jedoch wohl noch mindestens bis 2017 gedulden – eine multifunktionale Smartwatch mit flexiblem Display und Stylus-Funktion ließ man sich auf jeden Fall schon vor einer Weile patentieren.

Quelle: OLED-Display via G for Games

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