TEST: Lytro Cam - Was taugt die Lichtfeldkamera?

Ben Jaworskyj 4

Wirklich viel neues ist in den letzten Jahren in der Kamera Welt nicht passiert, außer dass sie immer günstiger werden und die Megapixel immer mehr. Ein neues Konzept bringt Lytro an den Start. Eine Lichtfeld Kamera. Ich hab sie mir im Praxis Test angeschaut.

Erster Eindruck

In Amerika bereits vor einem Jahr vorgestellt findet die Lytro Cam nun auch den Weg nach Deutschland. Auf den ersten Blick sieht das „Ding“ aus wie ein großer Alu Baustein Klotz, auf den zweiten wie eine Phaser Kanone aus der Zukunft, nachdem man die Lytro aber angeschaltet hat und den Magnetischen Deckel abgenommen hat, bemerkt man, dass es sich um eine Kamera handelt.
„Made in China, designed in USA“, so steht es an der Unterseite.
Der Klotz liegt wertig in der Hand ist komplett aus Alu gefertigt und hat einen griffigen Gummi Umschluss. Viele Knöpfe oder Schalter gibt es nicht. On/Off Knopf an der Unterseite und die Zoom-Touch Fläche + Auslöser auf der Oberseite.
Der Display befindet sich am Hinterteil des Quaders und wirkt wie ein Bildschirm aus der ersten Handygeneration mit Farbdisplay. Aber mit Kameras ist es ja wie mit uns Menschen. Aussehen ist nebensächlich, denn es kommt auf die Inneren Werte an.

Schaue dir jetzt den Test als Video an

Test: Lytro.

Praxis Test

Die Besonderheit und das Argument für eine Lytro ist die Möglichkeit die Richtung von Lichtstrahlen einzufangen und so die Schärfe und den Fokus im Nachhinein zu verändern.

Dies ist eine reine Spielerei, die aber durchaus Ihren Reiz hat. Auf dem kleinen Pixel Touch Display auf der Rückseite kann man nun den Fokus verändern, dabei hält man die Kamera, wie man als Kind die Fernbedienung als Pistole gehalten hat, mit Fantasie. Die Durchgängige Feste Blende ist F2.0, ISO und Verschlusszeit können verstellt werden, merkbar ist davon allerdings im Test wenig. Eine Verschlusszeit ab 1 Sek macht ohnehin wenig Sinn, da die Lytro keine Stativgewinde besitzt. Design ist alles…
8 Fach Optischer Zoom und nahezu keine Naheinstellgrenze lassen Perspektivische Spielereien zu. Ein Bild zu machen ist einfach . Fokus suchen,Knopf drücken und fertig.
Wirklich Spannend ist das alles nicht, der interessante Aspekt kommt, wenn man das ganze per Wlan an die App sendet. Jetzt kann man den „Lytro Effekt“ wirklich sehen, den Fokus verändern und mit Kreativfiltern dem ganzen noch den passenden Social Media schliff geben. Das Bild kann direkt in der Lytro Community geshared werden und von dort aus dann auch per embedded Code in Websites eingebaut werden und auf Facebook geteilt werden. Spaß macht es den Fokus von fremden Bildern zu verändern und diese Spielerei ist am Ende dann auch was die Lytro Cam ausmacht.

Positiv

  • Interessantes Design und gute Haptik
  • Neuartiges Konzept für den Mainstream
  • Einfache Bedienung

Negativ

  • Display
  • Zoom wird beim Auslösen oft aus versehen mitbedient.
  • Handling leidet unter Design
  • Preis
  • Kein Stativ Gewinde
  • Geringe Auflösung

Fazit

Die Lytro Cam ist mit knapp 400€ (8GB) kein Schnäppchen. Das Design ist interessant, darunter leidet aber die Funktionalität. Eine gute und spannende Idee, die in der Praxis aber an zu vielen Stellen scheitert. Nettes Gimmick für Technikfreaks, den Einzug in den Mainstream wird diese Generation der Lytro jedoch so nicht schaffen.

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