Mercedes-Benz: Konstante Navigation mit Google Glass

Lukas Funk 8

Möglichkeiten, GPS-geleitet ans Ziel zu kommen, gibt es heutzutage viele: Manch einer nutzt das Smartphone zur Navigation zu Fuß und im Auto, wer ein Fahrzeug mit fest verbautem Navi besitzt, verlässt sich lieber darauf. Autohersteller Mercedes-Benz möchte dem Durcheinander nun ein Ende setzen und arbeitet an einer lückenlosen, synchronisierten Navigationslösung mit Google Glass.

Mercedes-Benz: Konstante Navigation mit Google Glass

Es mag wie eines dieser berühmten First World Problems klingen, aber der eine oder andere fühlt sich von der Vielzahl an Möglichkeiten, sich per GPS-Navigation ans Ziel leiten zu lassen, schlicht überfordert. Jedes moderne Smartphone verfügt über Navigationssoftware, während Neuwagen inzwischen schon bei regulärer Ausstattung ein integriertes Navi bieten. Beides nutzt man in der Regel getrennt — von zu Hause bis zum Parkplatz erfüllt das integrierte Gerät seinen Dienst, die letzten Meter legt man zu Fuß mit dem Smartphone zurück. Umständlich ist das in sofern, als man die gewünschten Start- und Zieldaten in jedem Gerät manuell eingeben muss.

Mercedes-Benz möchte hier Abhilfe schaffen und arbeitet in seiner nordamerikanischen Abteilung für Forschung und Entwicklung (MBRDNA) an einer synchronisierten Navigation: Die soll ermöglichen, Navigationsdaten nur auf einem Gerät einzugeben, wonach diese im Auto automatisch auf das integrierte System übertragen wird und nach dem Parken wieder mobil zur Verfügung steht.

Richtig interessant wird dieses Vorhaben dadurch, dass es sich nicht etwa auf Smartphones, sondern auf Google Glass als mobiles Navigationssystem verlässt: Hat man Glass die Zieldaten per Spracheingabe mitgeteilt, setzt man sich in sein Auto, woraufhin das interne Navigationssystem die für Autos optimierte Route zum Ziel sucht. Steigt man wieder aus, übernimmt Glass automatisch die Fußgängernavigation — ohne Beenden des einen oder Initialisieren des anderen Gerätes.

Genau wie Google Glass ist dieses Projekt noch Zukunftsmusik. Allerdings zeigen konkretere Geräte wie das Moto X, welches sich Gerüchten zufolge auch der Fortbewegungsart seines Besitzers bewusst ist, dass es sich dabei um alles andere als Sci-Fi handelt.

Quelle: Business Journal [via Android Community]

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